Aachen/Düren - Alemannia bezwingt den Pokalsieger

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Alemannia bezwingt den Pokalsieger

Von: eck/ja/dpa
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Mit Spielfreude und kämpferischer Moral zum Sieg: Alemannias Spielführerin Karolina Bednarowa und ihre Mannschafts-Kolleginnen jubeln nach dem 3:1 über Stuttgart. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen/Düren. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, welche Qualität, Spielfreude und Kampfmoral Alemannia Aachens Frauen in ihrer dritten Bundesliga-Saison ans Netz bringen - am Samstag wurde dieser geliefert.

Gegen den Tabellenvierten und Playoff-Kandidaten Smart Allianz Stuttgart gelang dem Team von Cheftrainer Stefan ein souveränes 3:1 (25:20, 26:24, 15:25, 25:19) und damit bereits der elfte Sieg. Zuvor hatte es gegen die Schwäbinnen in heimischer Halle noch nicht einmal einen Satzgewinn gegeben.

713 Zuschauer erlebten vor allem im zweiten Abschnitt ein Musterbeispiel dafür, dass es oft belohnt wird, sich nicht aufzugeben. Nach Sieben-Punkte-Rückständen (14:21, 15:22) und dem 21:24 wehrte Aachen drei Satzbälle ab, um dann gleich den ersten eigenen zu verwerten.

Mit einem hart umkämpften Zittersieg im letzten Heimspiel vor Beginn der Play-Off-Runde gegen den EnBW TV Rottenburg hat Volleyball-Bundesligist Evivo Düren die Chance auf den fünften Tabellenplatz und damit eine günstigere Ausgangsposition für das DM-Viertelfinale gewahrt.

Vor gut 1000 Zuschauern in der Arena Kreis Düren konnten die Schützlinge des scheidenden Trainers Sven Anton beim 3:1 (25:17, 23:25, 27:25 und 25:22) freilich nur im ersten Satz überzeugen. Mit fortwährender Spielzeit häufte sich auf Dürener Seite gegen aufopferungsvoll kämpfende Gäste wieder einmal die Fehlerquote in Annahme, Angriff und beim Aufschlag.

Phasenweise lag im dritten Satz beim Zwischenstand von 11:17 sogar eine Niederlage in der Luft, die Christian Dünnes, Jaromir Zachrich & Co nur mit purer Willenskraft noch abwenden konnten. „Das war das harte Match, das wir vorher erwartet haben. Wir haben Geduld bewiesen und unsere Chancen genutzt”, sagte Blocker Stefan Hübner.

Damit kommt es am kommenden Samstag zum „Endspiel” um den fünften Platz, wenn Evivo Düren am letzten Spieltag bei den RWE Volleys Bottrop antreten muss. Nur mit einem Sieg kann Evivo noch an der Truppe aus dem Ruhrpott vorbeiziehen und im Viertelfinale auf den vermeintlich leichteren Gegner Moerser SC treffen. Andernfalls droht gegen Generali Haching oder den SCC Berlin das vorzeitige Aus.

Der SCC Berlin hat mit einem 3:1-Erfolg über Titelverteidiger VfB Friedrichshafen seine Meisterschaftsambitionen in der Volleyball-Bundesliga unterstrichen. Vor der Rekordkulisse von 8045 Zuschauern feierten die Berliner am Samstagabend in der Max-Schmeling-Halle den Erfolg über den elfmaligen deutschen Meister, mit dem sie nach Punkten gleichzogen (beide 42:4).

„Das ist ein Märchen, was hier abgeht”, sagte SCC-Manager Kaweh Niroomand. Den bisherigen Zuschauerrekord hatten die Berliner im Februar 2009 mit 7700 Besuchern ebenfalls gegen Friedrichshafen aufgestellt.

Trotz des Erfolgs brach beim SCC zwei Wochen vor Beginn der Play-offs keine Euphorie aus. „Wir dürfen den Sieg nicht überbewerten. Das war nur ein Spiel von 24 in der Normalrunde”, sagte Niroomand und stellte klar: „Friedrichshafen bleibt im deutschen Volleyball das Maß aller Dinge.”
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