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Abwehrchef Fabian Kohl steigt bei Evivo aus

Von: jan
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Fabian Kohl (Mitte) verlässt
Fabian Kohl (Mitte) verlässt das Team des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren. Foto: Guido Jansen

Düren. Rückschlag für Evivo Düren. Der Volleyball-Bundesligist muss in Zukunft ohne seinen Abwehrchef Fabian Kohl planen. Kohl wird seinen Vertrag nicht verlängern und steigt aus dem Profi-Volleyball aus.

Der 22-Jährige will sich in Zukunft ganz seinem Lehramts-Studium in Köln widmen. „Ich war zuletzt nicht zufrieden, weil ich Studium und Volleyball nicht so betreiben konnte, wie ich es gerne getan hätte”, erklärte der Mann aus dem Schwabenland gegenüber den „DN”.

Künftig soll die Konzentration zu 100 Prozent dem Studium gelten. Kohl geht damit den Weg, den auch Jan Umlauft vor zwei Jahren schon wählte. Pro Ausbildung, und contra Volleyball. Beide Spieler gelten als so talentiert, dass ihnen auch eine Karriere in der Nationalmannschaft zuzutrauen gewesen wäre.

„Das macht mich schon ein wenig traurig, dass die Zeit im Profi-Volleyball vorbei ist”, sagte Kohl denn auch. „Ich hatte wirklich tolle Jahre, vor allem hier in Düren”, so der 22-Jährige. „Aber jetzt freue ich mich darauf, endlich ein ganz normaler Student sein zu können, der sich voll auf eine Sache konzentrieren kann.” Ob der Rücktritt jetzt endgültig ist, konnte der Dürener Abwehrchef noch gar nicht sagen. „Bis zum Ende meines Studiums werde ich ganz sicher nicht mehr professionell spielen. Was danach ist, ist im Moment viel zu weit weg.”

Früh Klarheit

Mit Kohl verliert Evivo nicht nur einen guten Abwehrchef, sondern auch einen Führungsspieler. Der Libero war vermutlich einer der wenigen Spieler aus dem aktuellen Kader, mit dem die Verantwortlichen unbedingt verlängern wollten. Positiv ist, dass Düren in Sachen Libero früh Klarheit hat und auf die Suche gehen kann.

Talentierte Liberos sind auf dem Markt derzeit nicht so schwer zu finden wie gute Spielmacher oder Hauptangreifer. Aber vielleicht muss Evivo ja auch gar nicht lange suchen. Till Lieber, Ex-Nationalspieler und Abwehrchef in Düren in den Jahren von 2001 bis 2008, beendet sein Studium zeitnah und könnte eine Möglichkeit sein, der Nachfolger seines Nachfolgers zu sein.

Analyse läuft

Weitere Personalentscheidungen bei Evivo dürften jedoch zumindest so lange auf Eis liegen, bis dass die Trainer-Frage entschieden ist. Seit zwei Wochen läuft die Analyse, ob Evivo auch in der kommenden Saison weiter zusammenarbeitet mit Söhnke Hinz, dessen Vertrag noch bis 2014 läuft. Es gab zwar bereits mehrere Treffen in dieser Frage, aber es gibt bisher kein Ergebnis.
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