Aachen - Ein Plan, um die Talente in der Region zu halten

Staukarte

Ein Plan, um die Talente in der Region zu halten

Von: Katharina Menne
Letzte Aktualisierung:
15583596.jpg
In den Aachener Basketball-Vereinen gibt es viele Talente. Damit sie optimal gefördert werden, soll in Aachen ein Leistungszentrum entstehen. Foto: Katharina Menne
15583758.jpg
Auf dem Weg nach oben: Tim Elkenhans. Foto: Katharina Menne

Basketball Aachen. Seine Hausaufgaben macht Tim Elkenhans meist im Auto. Fast zwei Stunden verbringt der 16-jährige Aachener täglich auf dem Rücksitz, wenn seine Eltern ihn nach Köln zum Training der Rheinstars fahren. Seit dieser Saison darf das Basketballtalent mit deren U 19-Mannschaft in der Nachwuchsbundesliga spielen.

Und als wenn das nicht schon genug wäre, spielt er nebenbei noch mit den Herrenmannschaften der Basketballgemeinschaft (BG) Aachen in der Oberliga und in der Landesliga. Da bleibt kaum Zeit zum Verschnaufen.

Elkenhans ist einer von zahlreichen talentierten Basketballspielern der Region. Doch immer, wenn es ernst wird, wechseln die Jungstars zu den großen Vereinen nach Düsseldorf, Bonn oder Köln. Gerade erst hat der 23-jährige Joe Koschade aus Baesweiler einen Profivertrag bei den Telekom Baskets Bonn unterschrieben. Das wurmt Bettina Hess, Vorstandsvorsitzende der BG Aachen. „Wir sehen immer wieder, dass die von uns über viele Jahre herangezogenen Spieler mit Potenzial abwandern, weil wir ihnen ab einem bestimmten Niveau nicht mehr genug bieten können. Das ist sehr schade.“ Zusammen mit BG-Coach Kevin Vorbeck möchte sie deshalb ein vereinsübergreifendes Leistungszentrum in der Region etablieren.

Vorbeck ist C-Lizenz-Trainer und sammelte bereits Erfahrungen bei den Giants Düsseldorf. Auf seinen Schultern soll die Förderung und Betreuung der Spitzentalente ruhen. „Wir können meckern, dass so viele gehen“, sagt der 31-Jährige. „Wir können sie aber auch einfach selber ausbilden und nach und nach die Strukturen dafür schaffen, dass die Spieler gerne bei uns sind und bleiben.“ Für ihn ist klar, dass dazu ein professionelles Training mit individuellen Einheiten gehört. Er möchte die Spieler gezielt fördern und ihnen auf lange Sicht beibringen, selbst zu erkennen, was sie falsch machen und wie sie ihre Technik verbessern können.

„Ich weiß, dass das auch viel Aufopferungsbereitschaft der Spieler erfordert und eine hohe Eigenmotivation. Aber wer dazu nicht bereit ist, wird es nicht weit bringen und verschwendet meine Zeit.“ Tim Elkenhans hat diesen Biss. An so manchem Sonntag hat er sich im vergangenen Jahr um sieben Uhr morgens mit Kevin Vorbeck getroffen, um seine Wurftechnik und seine Athletik zu verbessern. Ohne dieses Individualtraining hätte er die Aufnahme bei den Rheinstars wahrscheinlich nicht geschafft. „Mir war schon sehr früh klar, dass ich Leistungssport machen will“, sagt Elkenhans. „Ich bin sehr ehrgeizig und versuche immer das Beste aus mir herauszuholen.“

Ziel: Aachener Regionalligateam

Auch das neue Leistungszentrum soll das Beste aus den Spielern der Region herausholen. Das langfristige Ziel ist laut BG-Vorsitzender Bettina Heß, „gemeinsam Teams für Aachen stark zu machen“. Sie träumt davon, dass sich auf Dauer eine hochklassig spielende Mannschaft herausbildet. „Es wäre schon ein starkes Signal, wenn wir es in den nächsten Jahren schaffen würden, eine Regionalligamannschaft zu etablieren.“

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert