Zuschauer-Teilausschluss: Düsseldorf akzeptiert DFB-Urteil

Von: dpa
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Skandalspiel
Die ersten beiden Heimspiele von Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf in der neuen Saison finden endgültig unter einem Zuschauer-Teilausschluss statt. Die Fortuna beugt sich dem Urteil des Sportgerichts des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), „auch wenn das ausgesprochene Strafmaß nach Ansicht der Fortuna-Verantwortlichen hart ausfällt”, wie der Verein am Donnerstag mitteilte. Foto: dpa

Düsseldorf. Die ersten beiden Heimspiele von Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf in der neuen Saison finden endgültig unter einem Zuschauer-Teilausschluss statt. Die Fortuna beugt sich dem Urteil des Sportgerichts des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), „auch wenn das ausgesprochene Strafmaß nach Ansicht der Fortuna-Verantwortlichen hart ausfällt”, wie der Verein am Donnerstag mitteilte.

Damit ist klar, dass in den Begegnungen mit Borussia Mönchengladbach am 1. September und mit dem SC Freiburg am 22. September lediglich 25.000 Fortuna-Anhänger sowie 5000 Gästefans zugelassen sein werden. Außerdem wurde eine Geldstrafe in Höhe von 150.000 Euro verhängt.

Ein erstes Urteil des DFB-Sportgerichts sah sogar ein sogenanntes Geisterspiel unter komplettem Ausschluss von Zuschauern gegen den Nachbarverein aus Mönchengladbach vor. Die DFB-Justiz hatte dies mit fünf Fällen unsportlichen Verhaltens der Fortuna-Anhänger begründet, zweimal in Tateinheit mit nicht ausreichendem Ordnungsdienst. Gegen dieses noch härtere Urteil hatten die Fortuna-Verantwortlichen Einspruch eingelegt.

„Wir haben durch die Entscheidung immerhin erreicht, dass sich die Mannschaft in beiden Spielen, wenn auch reduziert, der Unterstützung durch die eigenen Fans sicher sein kann”, meinte Fortuna-Anwalt Horst Kletke. Nach Einschätzung des Juristen hätte eine Fortsetzung des Verfahrens mit dem Weg vor das DFB-Bundesgericht „keine signifikanten Änderungen in der Urteilsfindung” herbeiführen können.

Fortunas Vorstandsvorsitzender Peter Frymuth gab sich erleichtert. „Mit der Akzeptanz des Urteils und der Äbwägung, was eine Fortsetzung des Verfahrens noch hätte bringen können, möglicherweise auch eine Verschlechterung, wollen wir nun endlich einen Schlussstrich unter das Ganze ziehen und nach vorne blicken. Der Fußball soll jetzt wieder Thema Nummer eins sein”, ließ er wissen.

Dennoch hat der Verein ein Problem: 31.000 Dauerkartenbesitzer - ein Rekord für die Fortuna - haben ein Anrecht darauf, die Spiele in der Esprit-Arena verfolgen zu dürfen. Doch nach Lage der Dinge müssen nun 6000 verzichten. „Die Vorgehensweise zur Umsetzung des Urteils wird der Verein zeitnah bekanntgeben”, erklärte der Verein. Frymuth: „Wir werden die verbleibende Zeit bis zu den Spielen nun für die Umsetzung des jetzt rechtsgültigen Urteils zielgerichtet nutzen.”

Die Fortuna rief ihre Fans in einer Erklärung nochmals ausdrücklich dazu auf, durch besonnenes Verhalten dafür zu sorgen, dass Strafaussprüche dieser Art in Zukunft ausgeschlossen bleiben.

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