Radarfallen Blitzen Freisteller

„Unsere Fans sind sehr realistisch”

Von: Heribert Förster
Letzte Aktualisierung:
Heute in der Startelf? Alexand
Heute in der Startelf? Alexander Foto: imago/Team 2

Mönchengladbach. Wenn zum guten alten Bökelberg einmal mehr als 25.000 Zuschauer pilgerten, waren sie schon stolz bei der Borussia. Und gegen ein Team wie den SC Freiburg wäre schon das Überschreiten der 20.000-er Marke eine echte Sensation gewesen.

Heute wird der Borussia-Park wieder einmal ausverkauft sein, bis auf vielleicht 1500 Plätze im Gästeblock. Tickets für Borussen-Fans gibt es auch für die restlichen Heimspiele gegen Hoffenheim, Hertha BSC, Köln und Augsburg nicht mehr, der Schnitt für diese Saison wird über 50.000 liegen. Erstmals, seitdem die neue Spielstätte 2004 eingeweiht wurde.

Die Mönchengladbacher haben wieder Vertrauen in ihre Borussia, und das gilt nicht nur für den sportlichen Bereich mit dem sensationellen Aufschwung. „Das letzte Jahr, da sind wir zusammengewachsen”, sagt Sportdirektor Max Eberl und spricht von einem „Gewitter im letzten Sommer, sportlich und politisch”. Der drohende Abstieg, die drohende Machtübernahme durch den „Effenberg-Clan”, das war auch eine Chance. Und diese hat die Borussia eindrucksvoll genutzt. „Die Leute folgen dem Weg, den wir eingeschlagen haben”, weiß Eberl und versteht die Fans: „Sie träumen von etwas Großem!”

Und sie haben ein feines Gespür. Natürlich wäre angesichts der bisher absolvierten Saison eine schlechtere Platzierung als Rang vier schon fast eine Enttäuschung, das ist nun mal so im Tagesgeschäft Fußball. Wenn die Champions League winkt, ist die Europa League nicht das Wahre.

Heute haben die Borussen die Chance, gegen den SC Freiburg den erfolgreichen Weg fortzuschreiten. Nach jeder 0:1-Niederlage haben die Borussen bisher eine gute Reaktion gezeigt, drei Mal gewonnen und gegen Leverkusen erst kurz vor Schluss den Sieg dank André Schürrles Traumtreffer aus der Hand geben müssen. Diese Reaktion ist auch heute gefragt, und vielleicht wird Lucien Favre wie im Training reagieren. „Da probieren wir immer wieder was Neues aus”, sagt der Trainer, der statt Igor de Camargo einen „jungen Wilden” bringen könnte. Ob Alexander Ring, Yuki Otsu oder Tolga Cigerci, eine Nominierung des Finnen, Japaners oder Deutschen hätte den Vorteil, dass Marco Reus wieder ganz vorne wirbeln könnte.

„Kein Selbstläufer”

Natürlich warnt Favre vor den Gästen, bescheinigt den Freiburgern, dass sie in der Rückrunde ein gutes Gleichgewicht gefunden haben, „die Mischung funktioniert”. Da hat der Trainer sicherlich recht, doch die Borussia hat sich eine Position erarbeitet, dass man sie als klaren Favoriten betrachten muss. Aber das Aber darf nicht fehlen: „Man muss in der Bundesliga jedes Spiel angehen, als wenn es das letzte wäre”, sagt Eberl, „die Bundesliga ist kein Selbstläufer”. Wer wüsste es besser als die Borussen und Lucien Favre nach der letzten Saison, „da war es nicht einfach, gegen uns zu spielen”. Das gilt nun für die Freiburger, so dass die Fans sich vielleicht wieder auf ein Geduldsspiel einstellen müssen. Favre macht sich aber keine Sorgen, dass die Massen auf den Tribünen diese verlieren werden. „Unsere Fans sind sehr realistisch, sie kennen den Fußball.”

Voraussichtliche Aufstellung: ter Stegen - Jantsch- ke, Stranzl, Dante, Daems - Nordtveit, Neustädter - Ring (Otsu, Cigerci, Reus), Arango - Reus (de Camargo), Hanke
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert