Tolgay Arslan: Adler statt Halbmond

Von: pa
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Lieber für Deutschland am Ball: Tolgay Arslan. Foto: imago/contrast

Aachen. Der Termin ist noch vage, der Tivoli wird demnächst prominenten Besuch erhalten. Der türkische Nationaltrainer Guus Hiddink will vorbeischauen, um seine Schützlinge in freier Wildbahn zu beobachten. Seit Monaten zerrt der Verband an Spielern, die im Zeichen des Halbmonds auflaufen könnten. Dortmunds Nuri Sahin hat sich dafür, Reals Mesut Özil dagegen entschieden.

Aktuell erläutern der deutsche und der türkische Nationaltrainer dem Freiburger Ömer Toprak mögliche Perspektiven.

Bei Alemannia sind gleich zwei Spieler unterwegs, für die sich Hiddink interessiert. Alper Uludag war am Mittwoch wieder mit der türkischen U21 unterwegs. Der 20-Jährige könnte theoretisch auch für Belgien spielen, der Verband hat allerdings noch keine Einladung geschickt. Solange Spieler noch nicht für das A-Team eingesetzt wurden, können sie noch das Nationaltrikot wechseln.

Tolgay Arslan war zuletzt vor zwei Monaten mit der türkischen U21 unterwegs. Es hat ihm nicht sonderlich gefallen. „Ich wurde als Ausländer gesehen, es gab einzelne Grüppchen.” Zudem verpasste der 20-Jährige, geboren und aufgewachsen in Paderborn, auch ein paar Einheiten zuviel in der Heimat. Sein Trainer Peter Hyballa hat ihm vom Hamburger SV ausgeliehen, die beiden haben eine besondere Beziehung. Hyballa coachte den Deutsch-Türken schon in der A-Jugend von Borussia Dortmund. „Er hat eine magische Beziehung zu Spielern”, sagt Arslan über seinen Förderer. Die Nähe schont vor Kritik nicht: „Der Trainer erwartet immer mehr von mir”, sagt Arslan.

Aachens Coach hat keinen Einfluss genommen auf die anstehende Entscheidung im Hause Arslan.

Die Familie beriet, auch kontrovers. „Am Ende entscheide ich aber”, sagt der Dribbler. „Ich habe der Türkei abgesagt.” Stattdessen will sich Arslan nun für deutsche Auswahlmannschaften qualifizieren. Mit dem U21-Trainer Rainer Adrion gab es ein Telefonat, in München und gegen Mainz wurde er beobachtet. Die Einladung wird folgen. Dieses Rennen scheint der DFB gewonnen zu haben.

Thomas Zdebel zieht sich Zerrung zu

Und wieder eine Muskelverletzung: In der letzten Woche wurde Thomas Zdebel noch rechtzeitig fit, doch der Routinier hat sich erneut eine Zerrung zugezogen. Bis auf Weiteres kann der 37-Jährige nicht mittrainieren. „Es wird eng bis Sonntag”, fürchtet sein Trainer Peter, dass der nächste Feldspieler in Aue ausfällt.

Timo Achenbach hat in dieser Woche mit einer Muskelverhärtung bislang pausiert, soll heute wieder zur Mannschaft zurückkehren. Sein Einsatz sollte möglich sein.
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