Stale Solbakken sucht seinen Stürmer selbst

Von: zva
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Kommunikation ist derzeit nich
Kommunikation ist derzeit nicht im persönlichen Gespräch möglich: FC-Trainer Stale Solbakken (links) und Sportdirektor Volker Foto: imago/Herbert Bucco

Köln. Der oberste Schatzsucher ist verreist, die Zeit drängt, also nimmt der Trainer die Sache selbst in die Hand. „Es kann ja sein, dass Volker Finke in Afrika ist. Aber ich suche hier nach einem Stürmer”, erklärt Kölns Trainer Stale Solbakken.

Der Fußball-Bundesligist hat noch bis zum 31. Januar Zeit, bis das Transferfenster bis zum Hochsommer wieder verrammelt wird.

Die Zeit drängt - und der Manager sondiert den Markt beim Afrika-Cup. Vor der Abreise hat Finke noch mitgeteilt, dass er sich perspektivisch umsehe, Lösungen für die neue Saison suche.

Dabei bietet die aktuelle Serie noch ausreichend Herausforderungen. Der Sturm schwächelt, eine Alternative für Podolski und Novakovic, Sebastian Freis, hat der Verein gerade nach Freiburg weitergereicht.

Solbakken leidet unter der Mangelerscheinung. Und der Verantwortliche für das Ressort ist auf Fernreise. „Offenbar ist es nun - während der Abwesenheit des eigentlich ja zuständigen Finke - der Trainer, der sich mit der notwendigen Prokura um eine Verstärkung kümmert”, wundert sich nicht nur der „Kölner Stadtanzeiger”. „Dieser Aktionismus wirft die Frage auf, wozu Finke eigentlich da ist?”

Und wieder ist ein Schwelbrand unterm Vereinsdach. Claus Horstmann, Vorsitzender der Geschäftsführung, greift gleich zum Feuerlöscher. „Im Zeitalter moderner Kommunikation ist ein Austausch relativ einfach, zumal es keine Zeitverschiebung gibt.” Trainer und Manager würden sich austauschen, die finale Entscheidung fälle dann der Manager jenseits von Europa.

Ein Transfer werde jedenfalls nicht daran scheitern. Eher könnte er an den Finanzen scheitern, denn gerade hat Horstmann eine Neun-Millionen-Euro-Lücke im Etat einräumen müssen, die der „Express” aufgedeckt hatte. Horstmann stellte fest, dass die Lücke schon seit Saisonbeginn festgestanden habe.

„Wir haben uns in Absprache mit den Gremien dazu entschlossen, alle Leistungsträger zu halten und den Kader mit Spielern wie Riether sowie Jajalo und Jemal noch einmal zu verstärken. Wir haben das bewusst in Kauf genommen. Deshalb sind die Zahlen für uns keine Überraschung.”

Horstmann sieht eine Diskrepanz zwischen finanziellem Aufwand und sportlichem Gewinn. „Der FC hat über die vergangenen Jahre für das, was wir im sportlichen Bereich erreicht haben, zu viel investiert. Ausgaben und sportlicher Erfolg standen nicht im Einklang”, sagte er dem „Kicker”.

Heimarbeiter Solbakken sieht unterdessen die Chance, „ein bis zwei Spieler” kurzfristig für den FC zu begeistern. In der Ausschreibung steht eine „Spitzenkompetenz in Sachen Kopfballspiel”.

Da hapert es aktuell, und das ist dann auch die Chance für den genesenen Kevin McKenna, gegen Schalke am Samstag ebenso wie der entsperrte Henrique Sereno ins Team zurückzukehren.
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