Staatsanwalt stellt Ermittlungen gegen Meino Heyen ein

Von: Christoph Pauli
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Aachen. Das Kapitel ist zugeschlagen, die Staatsanwaltschaft Aachen hat das Ermittlungsverfahren gegen Meino Heyen eingestellt. Initiiert hatte es Horst Rambau, der gegen seinen ehemaligen Aufsichtsratschef Strafanzeige wegen „Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung“ im letzten September gestellt hatte. Dafür fand die Staatsanwaltschaft keine Anhaltspunkte.

Was war passiert? Der Aufsichtsrat hatte sich von seinem Mitglied Rambau nach einem einstimmigen Präsidiumsbeschluss getrennt. Vorher hatte der dafür zuständige Verwaltungsrat sich gegen den Rauswurf gesperrt. Basis für die Entscheidung damals war ein fast 10.000 Euro teures Gutachten, in dem Rambau als „unversöhnlich und unkollegial“ beschrieben wurde.

Der Eschweiler wehrte sich juristisch gegen seinen Platzverweis. Vor einem Monat hatte er versucht, sein Mandat wiederzuerlangen. Das Verfahren vor der Kammer für Handelssachen endete mit einem Kompromiss. Die Parteien einigten sich. Alemannia zog die „Abberufung aus wichtigem Grund“ zurück, im Gegenzug legte Rambau sein zurückerhaltenes Mandat freiwillig wieder nieder. Er kehrte nur ein paar Sekunden lang in den Aufsichtsrat zurück. „Man konnte nicht mehr miteinander, das Verhältnis war zerrüttet – unabhängig vom Verschulden“, fasste Alemannias Anwalt Edgar Stein die Ausgangslage zusammen.

Blieben noch die Strafanzeige und mögliche Schadenersatzansprüche. „Es geht uns nicht um materielle Werte, gegen eine großzügige Spende von Herrn Heyen für eine caritative Einrichtung unserer Wahl würden wir von diesem Schritt absehen“, hatte Rambau-Anwalt Peter Nickel nach der Verhandlung im Juni gesagt.

Die Basis dafür fehlt nun, denn der zuständige Dezernent bei der Aachener Staatsanwaltschaft hat die Einstellung des Ermittlungsverfahrens verfügt. Die erwähnte Verhandlung vor dem Landgericht spielte dabei ebenso eine Rolle wie mehrere Zeugenvernehmungen. „Die Tatbestandsvoraussetzungen sind aus unserer Sicht nicht gegeben“, begründete Behördensprecher Jost Schützeberg das Ende der Ermittlungen.

Der derzeit urlaubende Rambau könnte theoretisch dagegen noch Beschwerde einlegen, verzichtet aber auf den Schritt. „Die Begründung überzeugt uns juristisch zwar nicht, gleichwohl haben wir kein Interesse an weiteren Schritten“, sagt Anwalt Nickel. Für seinen Mandanten sei es primär um den Erfolg im Zivilverfahren und die Entkräftung der öffentlichen Vorwürfe gegangen.

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