Köln - Solbakken baut Abwehr um und hält an McKenna fest

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Solbakken baut Abwehr um und hält an McKenna fest

Von: Günter Kirschbaum
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Verstummt: Kölns Aushilfsvert
Verstummt: Kölns Aushilfsverteidiger Kevin Foto: imago

Köln. Das Freitagstraining war gerade zur Hälfte absolviert, da humpelte Milivoje Novakovic in Richtung Kabine. Die Adduktorenzerrung, die sich der Torjäger des 1. FC Köln bei einer Übungseinheit mit der slowenischen Nationalmannschaft vor dem Spiel gegen Serbien zugezogen hatte, zwang „Nova” zu Kurzarbeit.

Und auch der Einsatz am Sonntag (17.30 Uhr) in der Bundesligapartie gegen Hannover 96 ist stark gefährdet. „Es ist keine große Verletzung”, sagt FC-Trainer Stale Solbakken und hofft noch, dass es mit Novakovic vielleicht doch noch klappt. „Vermutlich werden wir aber erst am Sonntag wissen, ob er spielen kann.”

Tritt der wahrscheinliche Fall ein, dass der Slowene passen muss, bleibt Solbakken nur die Alternative Lukas Podolski. „Wir haben keinen anderen Stürmer”, betont Sobakken, dass seine Alternativen für diese Position sehr überschaubar sind.

Gegen Hannover 96 wird es auch entscheidend sein, ob die wechselhafte Kölner Defensive einen ihrer besseren Tage erwischt. Das war bei den Siegen in Leverkusen und gegen Hoffenheim der Fall, dagegen versetzten individuelle Fehler dem FC den K.o. beim Auftritt in Berlin. „Wir müssen den Rhythmus wiederfinden, den wir in den beiden Spielen vor Berlin hatten”, fordert Solbakken deshalb. Was den Norweger nicht dazu verführt, erst einmal die Schotten dichtzumachen. „Wir sind keine Kontermannschaft”, formuliert er seine Überzeugung. „Wir müssen schnell spielen, mit ein, zwei Kontakten und viel Bewegung.”

Den 96ern ordnet der FC-Trainer das Prädikat klasse zu. „Eine sehr kompakte Mannschaft, die schnell nach vorne spielt.” In Köln müssen die Niedersachsen allerdings auf Jan Schlaudraff verzichten. Der Ex-Aachener fällt mit Knieproblemen aus. Dafür hat Mohammed Abdellaoue seine Adduktorenprobleme überwunden. „Den siehst du auf dem Platz lange nicht, und dann entscheidet er das Spiel”, beschreibt Solbakken die Qualitäten seines norwegischen Landsmanns. „Sein linker Fuß ist Weltklasse.” Neben Abdellaoue wird wohl Didier Ya Konan die Kölner Defensive beschäftigen.

Für diesen Mannschaftsteil hat Solbakken Handlungsbedarf ausgemacht. Gegenüber dem 0:3 bei Hertha werden Miso Brecko und Christian Eichner die Außenpositionen der Viererkette besetzen. Sereno und Kevin McKenna bilden die Innenverteidigung. „McKenna hat voll mittrainiert”, bestätigt Solbakken, dass der Kanadier seine Sehnenreizung überwunden hat.

Nicht überwunden hat McKenna, dass er in Köln nicht über den Status des Notnagels hinauskommt. Der 31-Jährige weiß, dass er nur dann spielt, wenn Stammkräfte nicht fit sind. Dabei macht der kanadische Nationalspieler mit englischem Pass nicht immer eine glückliche Figur.

So manches Mal wirkt er geradezu hölzern, ungelenk. Und weil das seit knapp drei Jahren in den Medien regelmäßig thematisiert wird, hat McKenna auf seine ureigenste Art reagiert. „Ich gebe keine Interviews mehr”, weist er Journalisten-Bitten um einen Gesprächstermin kurz und knapp ab. Sollten Abdellaoues Angriffsbemühungen am Sonntag ebenso souverän am Kölner Innenverteidiger scheitern wie Medienanfragen, dann kann es nichts anderes als einen FC-Sieg geben.

Voraussichtliche Aufstellung: Rensing - Brecko, McKenna, Sereno, Eichner - Chihi, Riether, Jajalo, Pezko - Podolski, Novakovic
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