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So oder so: Karneval ist für die FC-Profis tabu

Von: Wilhelm Peters
Letzte Aktualisierung:
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Auf und davon: Kölns Sebastian Freis umspielt Wolfsburgs Torhüter Andre Lenz und trifft. Foto: imago/Team 2

Köln. Die Frage kam natürlich. Die Frage nach Milivoje Novakovic und Sebastian Freis. Ersterer fiel nicht auf bei seinem Kurzeinsatz nach überstandener Verletzungspause in Frankfurt, wo der 1. FC Köln 2:1 gewonnen hatte. Letzterer mauserte sich in den zurückliegenden Partien vom „Ersatzmann” zum zumindest gleichwertigen Akteur im Vergleich zu „Nova”, dem in dieser Saison eher verhinderten Torjäger.

Was also wird Trainer Zvonimir Soldo am Samstagnachmittag tun, wenn der Tabellenfünfte Hamburger SV im ausverkauften RheinEnergieStadion gastiert. Dem starken Freis in der Spitze vertrauen oder dem Slowenen, „gut drauf ist”, wie Soldo formulierte. „Vielleicht lasse ich beide spielen”, wollte der Coach sich nicht wirklich in die Karten schauen lassen.

Wie aber könnte das funktionieren? Der zurzeit starke Adil Chihi raus, Freis auf dessen Außenbahn und „Nova” nach vorne postieren? Auch Neuzugang Tosic dürfte gesetzt sein. „Er hat sehr gut gearbeitet, ist sehr hungrig”, bescheinigt Soldo dem serbischen Nationalspieler großes Engagement. Kaum anzunehmen, dass der Trainer Freis von Beginn an für Novakovic „opfert”.

Maniche fehlt im FC-Aufgebot für das Hamburg-Spiel wegen eines Trauerfalls in der Familie. Ihn wird wohl Yalcin ersetzen. Verzichten muss Köln zudem weiterhin auf Nationalspieler Lukas Podolski, zu dessen Rückenproblemen eine schwere Fußprellung hinzugekommen ist, die einen Einsatz unmöglich macht. Nun muss man angesichts der jüngsten Auftritte des FC mit zwei Auswärtssiegen in Folge Podolski nicht unbedingt vermissen. Eher liegt die Frage nahe, warum die Mannschaft ohne ihren Star, ohne ihre Stars „Poldi” und „Nova” offenkundig besser zurecht kommt als mit ihnen.

Soldos Feststellung klingt da eher wie eine Pflichtaussage, denn tiefer Überzeugung: „Wenn Podolski zurückkommt, werden wir noch stärker.” Der Trainer merkt aber fast in einem Atemzug an: „Unsere Ausfälle konnten wir zuletzt gut kompensieren.” Ob der spürbare Rückenwind anhält bei 1. FC Köln, der in den letzten vier Begegnungen zehn Treffer erzielte, nachdem in den 16 Partien zuvor gerade einmal sieben Törchen zu Buche stehen, wird die Partie am Samstagnachmittag zeigen.

Heimspiele zählten bislang bekanntlich nicht unbedingt zu den Saison-Highlights der Kölner, was der Trainer freilich etwas anders sieht. „Gegen Bremen, Nürnberg oder Dortmund war kein großer Unterschied gegenüber unseren Auswärtsspielen zu sehen. Wenn wir so gegen Hamburg auftreten, haben wir sicher eine Chance.” Die heißt im besten Fall drei Punkte.

Und das zwei Tage von der FC-Karnevalssitzung am Montagabend. Die aber findet so oder so ohne die FC-Profis und deren Cheftrainer statt: „Wir haben nächste Woche das wichtige Pokalspiel in Augsburg, können ins Halbfinale und am Ende des Wettbewerbs bestenfalls ins internationale Geschäft gelangen”, setzt der Coach klare Prioritäten, „die hier jeder begriffen hat”.

Voraussichtliche Aufstellung: Mondragon - Brecko, Geromel, Mohamad, Wome - Petit, Pezzoni - Chihi, Yalcin, Tosic - Freis
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