Aachen - Sergiu Radu will sich für das Vertrauen bedanken

Sergiu Radu will sich für das Vertrauen bedanken

Von: Lars Brepols
Letzte Aktualisierung:
Sergiu Radu
Nun ist es fix: Fußball-Zweitligist Alemannia Aachen hat am Freitagmorgen Sergiu Radu unter Vertrag genommen. Foto: dapd

Aachen. Nun ist es fix: Fußball-Zweitligist Alemannia Aachen hat am Freitagmorgen Sergiu Radu unter Vertrag genommen. Der Kontrakt mit dem Stürmer läuft bis Sommer 2012. Am Samstag steht er schon im Kader.

Der Rumäne hatte zuvor seinen Vertrag bei Energie Cottbus in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst, da er bei den Lausitzern nicht mehr zum Zuge kam. Eine Ablöse müssen die Aachener für den 33-Jährigen daher nicht zahlen.

„Sergiu hat sich stets vorbildlich verhalten, unsere Kommunikation war immer fair. Da die Situation im Schatten von Emil Jula und Nils Petersen für ihn unbefriedigend war, legen wir ihm keine Steine in den Weg. Es ist nachvollziehbar, dass er Fußball spielen will und in der jetzigen Mannschaft zu wenig Chancen dazu sah”, sagt Cottbus-Trainer Pele Wollitz.

Nun also der prompte Wechsel zur Alemannia, pünktlich vor Transferschluss (31. Januar). Radu ist sofort spielberechtigt, erhält die Nummer 45 und wird am Samstag im Heimspiel gegen den Karlsruher SC bereits zum Kader gehören.

Erste Einheit am Tivoli

Am Freitagmorgen absolvierte er nach der sportärztlichen Untersuchung bereits das erste Training mit den neuen Kollegen auf dem alten Tivoli. „Er macht uns offensiv stärker. Sergiu ist ein Mann, der in beiden Ligen (Anm. d. Red: 1. und 2. Bundesliga) gezeigt hat, dass er weiß, wo das Tor steht. Wir haben eine junge Mannschaft, die sich sehr gut entwickelt. Wir haben im Winter zwei weitere junge Spieler dazu geholt, aber ein Team braucht auch Leute mit Erfahrung”, verdeutlicht Manager Erik Meijer, warum die Schwarz-Gelben nicht ausschließlich auf die „Jugend” setzen, sondern einen erfahrenen Spieler dazuholen.

Da der Name Radu auch bei den Trainern auf Zustimmung stieß, nahm Meijer vor einigen Tagen Kontakt zum Rumänen auf. Dass er neben seinem sportlichen Wert auch noch ein Haus in Köln besitzt, sei ein positiver Nebeneffekt gewesen, berichtet Meijer. Und auch Trainer Peter Hyballa fiebert dem ersten Auftritt seines neuen Stürmers schon entgegen: „Er ist ein Tempospieler, danach haben wir gesucht”.

Für den 33-Jährigen ist es wohl die letzte Chance, im deutschen Profifußball noch einmal Fuß zu fassen. „Ich möchte mich bei Erik Meijer und Peter Hyballa für das Vertrauen bedanken. Für die Alemannia zu spielen, ist ideal für mich”, freut sich der neue Stürmer auf die Herausforderung beim Zweitligisten.

Ein Wechselbad der Gefühle

Sein Stern ging im Sommer 2005 bei Energie Cottbus auf. Nach seinem Wechsel vom FC National Bukarest wurde er sofort Stammspieler und erzielte in der Saison 2005/06 in der 2. Liga zwölf Tore. Nach dem Aufstieg in die Bundesliga netzte der wendige Stürmer ganze vierzehn Mal ein. Er landete am Ende auf Platz 5 der Torschützenliste und reihte sich damit in die Liste der prominenten Namen wie Mario Gomez oder Roy Maakay ein.

Sein Wechsel zum finanzkräftigen VfL Wolfsburg kam daher nicht überraschend. Gemeinsam mit seinem damaligen Vereinskameraden Vlad Munteanu unterzeichnete er einen Drei-Jahres-Vertrag bei den Wölfen. Am 8. September 2007 absolviert er sogar sein bislang einziges Spiel für die rumänische Nationalmannschaft (gegen Weißrussland).

Doch bei den Wolfsburgern konnte Radu nicht mehr an die guten Leistungen anknüpfen. Der VfL verlieh den Spieler zuerst an den VfB Stuttgart und anschließend an den 1. FC Köln. Beine Klubs zogen jedoch nicht die Kaufoption, so dass Radu im Juli 2009 zu Energie Cottbus zurückkehrte. Doch auch bei den Lausitzern fand der Rumäne nicht in die Spur zurück. Vielleicht gelingt ihm das jetzt bei der Alemannia.

„Wir haben hier eine junge Mannschaft und einen jungen Trainer. Ich hoffe, dass ich mit meiner Erfahrung helfen kann”, sagte Radu am Freitag nach seiner ersten Einheit.
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