Rückennummer 45 liegt für Radu bereit

Von: Klaus Schmidt
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Sergiu Radu
Fußball-Zweitligist Alemannia Aachen steht offenbar kurz vor der Verpflichtung von Sergiu Radu vom Ligakonkurrenten Energie Cottbus. Foto: dapd

Aachen. Natürlich hatte Erik Meijer auch ein paar Blicke über die Grenze in sein Heimatland gewagt. Auf der Suche nach dem neuen Mann für den Angriff war Alemannia Aachens Manager zuletzt bei PSV Eindhoven auf interessante Kandidaten gestoßen; Stefan Nijland, 22, „hätte ich gerne bei uns gesehen”.

Aber auch Danny Koevermans, 32, „war nicht zu bekommen”, weil den niederländischen Spitzenreiter selbst der Schuh im Sturm drückt. Die Suche endete schließlich im Osten der Republik: Sergiu Radu, 33, soll am Tivoli bis Juni 2012 unterschreiben. Der Rumäne hatte am Mittwochabend seinen Vertrag mit Energie Cottbus aufgelöst - wegen Perspektivlosigkeit unter Trainer „Pele” Wollitz, der seit einem Jahr nicht mehr auf den Konterstürmer und Top-Verdiener stand - und saß bereits am Donnerstag im Auto Richtung Aachen.

2,25 Millionen Euro war Radu dem VfL Wolfsburg vor dreieinhalb Jahren wert. An die Form seiner besten Saison in der Lausitz (14 Bundesliga-Tore) konnte der Rechtsfuß allerdings nicht mehr anknüpfen. Die Niedersachsen liehen ihn erst an den VfB Stuttgart, dann an den 1. FC Köln aus. 2009 kehrte Radu zum Nulltarif nach Cottbus zurück. Nun hofft der ehemalige Nationalspieler auf eine schöne Zeit im reifen Fußballer-Alter. „Mein Berater und ich haben mit Alemannia gesprochen, auch über die Konditionen. Ich komme gerne nach Aachen”, sagte der Stürmer im Gespräch mit unserer Zeitung. „Es ist zwar noch nichts unterschrieben, aber ich denke, das wird am Freitag passieren.” Als Vorteil sieht Radu, „dass ich die Region kenne”. Er besitzt ein Haus in Hürth, das er während seiner Zeit beim FC gekauft hatte.

Chefcoach Peter Hyballa wollte die Personalie nur insofern kommentieren, als dass Radu „auf unserer Liste steht”. Erik Meijer bestätigte indes ein für gestern Abend geplantes Treffen, „in dem wir herausfinden wollen, was wir füreinander fühlen. Sergiu Radu ist ein erfahrener Spieler, der weiß, wie man in dieser Liga spielt und auch eine Klasse höher.” Ein zweiter „torgefährlicher Stürmer neben Benny Auer, der den gegnerischen Verteidigern was abverlangt”.

Bei seinen Bezügen wird Radu - in Cottbus frisch abgefunden - Abstriche in Kauf nehmen. „Wir backen hier kleinere Brötchen, aber die schmecken verdammt gut”, sagt Meijer. „Hoffentlich bekommen wir am Freitag einen Spieler dazu.” Rückennummer 45 wartet.
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