Mönchengladbach - Roel Brouwers und das Wiedersehen mit Huntelaar

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Roel Brouwers und das Wiedersehen mit Huntelaar

Von: Bernd Schneiders
Letzte Aktualisierung:

Mönchengladbach. Ein wahrer Fußballer beschäftigt sich auch nach Feierabend mit seinem Sport. Also stellt man sich vor, dass Roel Brouwers am Donnerstagabend im idyllischen Voerendaal, flak over de grens, vor dem Fernseher gesessen und sich die Gala-Vorstellung von Schalke 04 angesehen hat.

Der DFB-Pokalsieger ist am Sonntag Auswärtsgegner von Borussia Mönchengladbach. Und auf den Landsmann, der gegen Helsinki mit vier Toren glänzte, ist Brouwers auch letzte Saison getroffen - buchstäblich: Nach einer eher ungeschickten, denn brutalen Fuß-Attacke sah der Mönchengladbacher Niederländer Rot.

„Das war letztes Jahr”, sagt der 29-Jährige. Diese Saison hat der Innenverteidiger eine Gelb-Rote rechtzeitig abgesessen, um ein Wiedersehen mit Huntelaar zu feiern. „Das ist ein neues Spiel”, sagt der Mönchengladbacher. Der scheinbar simple Satz ist inhaltsschwer: Seine Mannschaft ist Tabellenführer, sie ist defensiv bestens strukturiert, kommt mit ganz wenigen Fouls aus und steckt voller Selbstvertrauen.

Schließlich hat sie unter Lucien Favre seit dem 30. Spieltag der letzten Saison (0:1 in Mainz) kein Pflichtspiel mehr verloren. Da muss man auch nicht unbedingt mit vor Ehrfurcht geöffnetem Mund vor dem TV-Gerät sitzen und die Wundertaten eines Klaas-Jan Huntelaars bewundern. Roel Brouwers hat sich gegen Schalke und für VV Daalhof entschieden. Bruder Marc (31) kickt dort in der zweiten Mannschaft und verlor im Pokal. „Aber es macht einfach Spaß zuzuschauen”, sagt der kleine Bruder.

Der Besuch in den Niederungen des limburgischen Fußballs passt zum 1,90-Meter-Mann: Roel Brouwers ist am Boden geblieben und so erdnah, wie ein Fußball-Profi nur sein kann. Und so lobt er zwar die besondere Qualität Huntelaars - „Er ist eiskalt vor dem Tor und macht fast jedes Ding rein” - , doch ein trockener Konter bleibt nicht lange aus: „Da spielen noch ein paar andere neben ihm ..” Oder um ihn herum - wie Torjäger-Legende Raúl. Der Spanier lässt sich wie Borussias Ex-Schalker Mike Hanke gerne fallen (positionsmäßig!) und stellt damit eine Herausforderung für die Innenverteidiger dar.

„Intelligentes Verteidigen”, fordert Favre. Brouwers kann das. Der 29-Jährige ist holländisch geschult. „Ich bin mit elf Jahren zu Roda gekommen. Und da wurde schon an der Tafel geschult.” Kein Wunder, dass der Limburger einer von Favres Musterschülern ist. Und besonders reizvoll muss es sein, dies gegen einen Landsmann zu beweisen. Ohne Fuß-Attacke.

Vorraussichtliche Aufstellung: Ter Stegen - Jantsch- ke, Brouwers, Dante, Daems - Nordtveit, Neustädter - Reus, Arango - Hanke, Bobadilla
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