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Radu kommt und trifft zu Alemannias 4:2 über den KSC

Von: Klaus Schmidt
Letzte Aktualisierung:
Alemannia Aachen - Karlsruher SC
Aachens Shervin Radjabali-Fardi (rechts) und Karlsruhes Timo Staffeldt versuchen an den Ball zu kommen. Foto: dpa

Aachen. Dieser Gegner kam scheinbar wie gerufen, um die dürftige Bilanz am Tivoli aufzupolieren. In der Heimtabelle der 2. Liga lagen nur Aufsteiger FC Ingolstadt, Vorletzter des Gesamt-Rankings, und Schlusslicht Arminia Bielefeld hinter Alemannia, die es auch in der zweiten Saison in neuer Umgebung bislang nicht geschafft hat, das eigene Stadion zur Festung zu machen.

Nun tauchte der Karlsruher SC auf, auswärts in dieser Saison bislang sieglos und in elf Liga-Partien in Aachen kein einziges Mal erfolgreich. Vier Tage vor dem Pokal-Knaller gegen Bayern München schickte Alemannia den KSC wieder mit leeren Händen nach Hause. 4:2 hieß es vor knapp 20.000 Zuschauern, nach einer Zitterpartie in der zweiten Halbzeit.

Erst eine Minute vor dem Schlusspfiff erlöste der eingewechselte Sergiu Radu die Schwarz-Gelben und gab das Signal für die Südtribüne: „Zieht den Bayern die Lederhosen aus.” Chefcoach Peter Hyballa atmete durch. „Wir konnten uns in der Tabelle von unten distanzieren. Aber wir sind noch nicht so weit, ein Spiel einfach auszuspielen.” Nach 3:1-Führung wurde es richtig eng, „wir haben in der zweiten Halbzeit wie eine Heimmannschaft gespielt”, sagte KSC-Trainer Uwe Rapolder.

Überragender Mann auf dem Platz war Zoltan Stieber, den auch Alemannia-Manager Erik Meijer zum „Man of the Match” ausrief. Zwei Änderungen in der Startelf gegenüber der 1:2-Pleite bei Union Berlin hatte Peter Hyballa vorgenommen. Die erste war erwartet - Aimen Demai spielte für Mirko Casper den Rechtsverteidiger. Die zweite war über Nacht notwendig geworden: Für den Grippe-erkrankten Kevin Kratz rückte Debütant Shervin Radjabali-Fardi ins Team, als linker Mittelfeldspieler. Manuel Junglas verließ die eher ungeliebte Position und ersetzte Kratz als „Sechser”.

Blitzstart: Den ersten Angriff, nach einem abgefälschten Ball von Matthias Langkamp und Flanke von Timo Achenbach, schloss Zoltan Stieber in der 5. Minute zum 1:0 ab. Sechs Minuten später stand der kleine Ungar frei vor dem Tor, doch KSC-Keeper Luis Robles parierte. Einigermaßen überraschend fiel der Ausgleich für die Gäste: Achenbach verließ sich darauf, dass Tobias Feisthammel den Freistoß von Andreas Schäfer abfangen würde, Timo Staffeldt nutzte die Unentschlossenheit (19.). Alemannia beeindruckte das wenig. Schon drei Minuten nach der kleinen Ernüchterung flankte Stieber auf Benny Auer, der Kapitän köpfte zu seinem zehnten Saisontor ein.

Und in der 26. Minute erhöhte Tolgay Arslan, von Marco Höger bedient, mit einem Heber auf 3:1. Höger scheiterte keine 60 Sekunden später mit einem Kopfball an Robles. Karlsruhe, das sich keineswegs in der Abwehr versteckte, kam allerdings erst in der 33. Minute wieder gefährlich vor das Alemannia-Tor; Delron Buckley unterzog David Hohs seiner ersten Bewährungsprobe.

Kurz vor dem Pausenpfiff traute sich dann Aimen Demai einen Schuss zu - Robles verhinderte Aachens 4:1. Acht Tage nach der Enttäuschung von Berlin fand Alemannia zu spielerischer Stärke zurück und nutzte Karlsruhes hohe Fehlerquote in der Defensive eiskalt aus. Um noch was zu retten, wechselte Gäste-Trainer Uwe Rapolder zur zweiten Halbzeit die Stürmer Andrei Cristea und Serhat Akin ein. Die Chance zum Anschlusstreffer hatte allerdings Verteidiger Sebastian Langkamp mit einem Kopfball nach Ecke - Hohs parierte (49.).

Auf der Gegenseite trat dann Stieber wieder zwei Mal als Vorlagengeber auf - Arslan und Höger machten nichts draus. Und plötzlich kam wieder Spannung auf: Nach einer Kopfballabwehr von Achenbach vor die Füße des Gegners verkürzte Gaetan Krebs (65.) mit einem Flachschuss. Bei Alemannia war zuvor Thomas Stehle verletzungsbedingt ausgeschieden.

Das zweite KSC-Tor setzte Alemannia mehr zu als der Ausgleich. In der Defensive ging es phasenweise drunter und drüber, Entlastung gab es kaum noch. Fünf Minuten vor dem Abpfiff kam dann noch Sergiu Radu, erst am Freitag verpflichteter Ex-Stürmer von Energie Cottbus, zu seinem Debüt in Schwarz-Gelb. Einstand nach Maß: Der Rumäne beseitigte nach Querpass von Stieber die erheblichen Zweifel am Sieg und drückte in der 89. Minute zum 4:2 ein.
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