Köln - Podolski, der Wechsel auf die FC-Zukunft

Podolski, der Wechsel auf die FC-Zukunft

Von: Günter Kirschbaum
Letzte Aktualisierung:
Podolski
Nationalspieler Lukas Podolski ist während eines Fototermins auf dem Trainingsgelände des Fußball Bundesligisten 1. FC Köln von Fotografen umringt. Foto: dpa

Köln. Lukas Podolski schnappt sich mitten auf dem Platz ein paar gelbe Stangen. Mit denen stecken Fußballtrainer gemeinhin eine Slalomstrecke ab, die die Kicker dann mit oder ohne Ball zu bewältigen haben. Doch Poldi übt mit ihnen die eher artfremde Disziplin Speerwurf, während der Rest des Kölner Kaders ausläuft.

Das „neue Gesicht des FC” (Manager Michael Meier) lacht dabei spitzbübisch, dem 24-Jährigen macht seine Arbeit in der Öffentlichkeit offensichtlich Spaß.

Doch diese Momentaufnahme täuscht. Unbefangen ist Lukas Podolski in dieser Tagen selten. Die drei harten Jahre beim FC Bayern sind nicht spurlos an ihm vorüber gegangen. Nur wenn er sich unbeobachtet fühlt, gewinnt der Schalk im Nationalstürmer die Oberhand. Daran hat auch die Rückkehr zum Klub seines Herzens (noch) nichts geändert. Der „Poldimania”, die seit der Rückkehr des 64-maligen Nationalspielers an den Rhein ausgebrochen ist, tut das aber keinen Abbruch.

Ein Star zum Anfassen

Lukas Podolski macht mit und genießt es, im Mittelpunkt zu stehen. Er schreibt Autogramme, lässt sich mit Fans fotografieren und spricht mit seinen Anhängern. Ein Star zum Anfassen. Angst, dass der gigantische Rummel um seine Person von der Konzentration auf das Wesentliche ablenkt, hat er nicht. „Ich gehe positiv und locker damit um”, sagt er. „Das gehört zu meinem Beruf. Wenn es mir zu viel wird, ziehe ich mich zurück.” Dann sucht Podolski die Abgeschiedenheit bei Gattin Monika und Sohn Louis.

Einen besonderen Erfolgsdruck spürt er in Köln nicht. „Es geht ja nicht um mich, sondern um den Verein”, betont Podolski. „Ich bin nur ein Teil der Mannschaft und versuche, ihr zu helfen. Man darf nicht glauben, mit mir wird gleich alles besser.” Aber auch der neue rot-weiße Stürmerstar verbindet mit seiner Rückkehr in die Bannmeile der Domtürme sportliche Träume. Träume mit dem Inhalt, den 1. FC Köln wieder auf die große europäische Fußballbühne zurück zu führen. Erst einmal wollen die Geißböcke in die nationale Spitze zurück, in einigen Jahren darf es dann auch die Champions League sein.

Schon als den damalige Trainer Marcel Koller den A-Junior Podolski im November 2003 in den Profi-Kader holte, war der kölsche Prinz der FC-Wechsel auf bessere Zeiten. Und diese Tendenz hat sich nach Poldis dreijährigem Gastspiel beim FC Bayern noch verstärkt. „Um Podolski herum bauen wir die Mannschaft qualitativ weiter aus”, hatte Manager Michael Meier in der Pause versprochen.

Etwas holpriger ist Podolskis Verhältnis zu den Medien geworden. Vor allem zu Hörfunk und Fernsehen. Von denen fühlt er sich hin und wieder doch etwas schief ins Bild gesetzt. Da hört der Spaß für Lukas Podolski auf. So richtig böse wird der Angreifer, wenn er an die Comedy-Serie auf 1live denkt, in der er die Hauptrolle spielt. Dann versteinert sich seine Miene. Podolski mag die Satire aber nicht kommentieren. Mit der Schattenseite seiner Prominenz kann er sich nicht arrangieren.
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