Köln - Overath: „Leverkusen ist für uns eine Chance”

Overath: „Leverkusen ist für uns eine Chance”

Von: Günter Kirschbaum
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Optimistisch vor dem Derby beim Spitzenreiter: FC-Präsident Wolfgang Overath. Foto: imago/Bopp

Köln. Das letzte Wochenende hat deutliche Spuren hinterlassen. „Von solch einem Spiel erholst du dich nur ganz schwer”, dachte Wolfgang Overath an das Debakel des 1. FC Köln gegen den VfB Stuttgart zurück. „Das war eine Vorführung. Grausam, grausam. Man darf Spiele verlieren, aber nicht so.”

Das 1:5 ist mittlerweile in die Saison-Statistiken eingearbeitet, und der FC-Präsident blickt vor dem 50. rheinischen Derby an diesem Samstag (18.30 Uhr) beim ungeschlagenen Spitzenreiter Bayer Leverkusen ganz vorsichtig nach vorne. „Leverkusen ist für uns eine Chance”, findet Overath. „Es ist doch in unserer Situation besser, gegen Bayer und dann Bayern München zu spielen, als gegen Bochum, Hertha, Nürnberg oder Freiburg. Das sind die Spiele, die wir gewinnen müssen.”

Der Präsident hat diese Woche keine Ansprache vor der Mannschaft gehalten, wie er es in der Vergangenheit zu tun pflegte, wenn sein Projekt aus dem Ruder zu laufen drohte. Und er steht hinter seinen Leitenden Angestellten. Gerüchte, die am Geißbockheim die Runde machten, er wolle einen weiteren sportlich Verantwortlichen zwischen Manager Michael Meier und Cheftrainer Zvonimir Soldo installieren, dementiert Overath energisch. „Wir werden die Strukturen nicht verändern”, erklärte der Präsident kategorisch.

Zudem unterstützt er den Kurswechsel, den sowohl Meier als auch Soldo ankündigten. Köln wird in der Liga wieder zu einer eher defensiven Ausrichtung zurückkehren. Die Flut von Gegentoren in den sechs Rückrundenspielen (16) hat offenbar nachhaltige Wirkung hinterlassen. „Wenn man hinten nicht sicher ist”, betont Overath, „darf man nicht versuchen, den Gegner zu überrennen.”

In der Bayarena will der FC-Präsident die Rückkehr seiner Kicker zu den Grundtugenden sehen, um den negativen Trend umzukehren. „Kämpfen, laufen, alles geben”, zählt Overath auf, was am Samstagabend gefordert sein wird. „Das ist unsere einzige Chance, da raus zu kommen. Wir müssen spielen wie in Wolfsburg, Frankfurt und gegen den HSV.”

Spielerisch kann Soldos Ensemble Leverkusen kaum das Wasser reichen. Also ist Charakter gefragt. Gerade nach drei Niederlagen in Folge. „In diesem Spiel bist du der Außenseiter”, skizziert Overath die Ausgangslage. „Aber in einem Derby ist alles möglich, und unsere Jungs können auch spielen.” Schon ein Punkt in Leverkusen wäre Balsam für die geschundene Psyche des FC-Präsidenten.
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