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Novakovic setzt „Lucky Punch”

Von: Wilhelm Peters
Letzte Aktualisierung:

Köln. Der siebte Heimsieg in Folge ist perfekt, der 1. FC Köln dank eines späten 1:0-Erfolgs gegen den 1. FC Nürnberg dem Klassenerhalt mit nun 35 Punkten einen großen Schritt nähergerückt. 30 Zähler sammelte die Mannschaft inzwischen unter Trainer Frank Schaefer.

Den entscheidenden Treffer in einer an Höhepunkten armen Partie erzielte Milivoje Novakovic in der Nachspielzeit (90.+2).

Das Tor war das heftig umjubelte Ergebnis des besten Spielzuges der Gastgeber: Slawomir Peszko hatte Novakovic nach Doppelpass mit Lukas Podolski präzise bedient. Der slowenische Nationalspieler brauchte aus kurzer Distanz nur noch zu seinem zwölften Saisontreffer einzuschieben. Abpfiff und Schluss! Der siebte Heimsieg, ein glücklicher Erfolg, war perfekt, eine neue Bestmarke gesetzt. Unter Christoph Daum hatten es die Kölner in der Spielzeit 1987/88 auf sechs Heimerfolge in Serie gebracht.

Glück für die Mannschaft von Trainer Frank Schaefer, dass Schiedsrichter Florian Meyer (Burgdorf) drei Minuten vor der Pause Innenverteidiger Youssef Mohamad nur Gelb zeigte, als der gegen „Club”-Kapitän Andreas Wolf nachtrat. „Der Schiedsrichter hat die Situation so bewertet. Ich muss diese Entscheidung akzeptieren. Aber Wolf auch Gelb zu geben, verstehe ich nicht”, sagte ein sichtlich verärgerter Trainer Dieter Hecking. Er mochte die Niederlage aber nicht daran festmachen: „Es war das erwartet enge und sicher nicht sehr gute Spiel mit nur wenigen Chancen, in dem um jeden Zentimeter gekämpft wurde. Wer den ersten Fehler macht, der wird bestraft. Dass wir das am Ende waren, ist bitter.”

Heckings Kollege Schaefer sah es ähnlich: „Es war ein Abnutzungskampf, in dem wir am Ende den Lucky Punch gesetzt haben. Der allerdings war gut herausgespielt. Das Spiel war sicher kein Leckerbissen, aber dieser Sieg tut uns wahnsinnig gut.”

Nach dem blamablen 2:6 beim Hamburger SV änderte Schaefer seine Startformation. Für Kevin Pezzoni rückte der von einem Muskelfaserriss genesene Pedro Geromel wieder in die Innenverteidigung, um der Abwehr mehr Stabilität zu verleihen. Christian Clemens übernahm auf der Außenbahn die Position von Mato Jajalo, der anstelle von Petit mit dem schwachen Martin Lanig das defensive Mittelfeld-Duo bildete.

Die Gäste gaben sich zunächst so, wie in den letzten fünf Auswärtspartien, von denen sie keine verloren hatten: aggressiv, schnell, kompromisslos und energisch. Die Kölner taten sich schwer, kamen kaum in Fahrt. Glück für den FC, dass der „Club” die optische Überlegenheit nicht in Zählbares ummünzen konnte.

Köln wurde in Halbzeit zwei gefährlicher, spielte konzentrierter und strukturierter, ohne dass nun Fußball für Feinschmecker geboten wurde. Dennoch: Die Schaefer-Elf übte nun mehr Druck aus. Und wurde spät belohnt.

Kapitän Lukas Podolski warf nach Spielschluss und der kollektiven Verbeugung der Mannschaft vor der Südkurve sein Trikot ins Publikum. Ein Trikot, das er nach einem „dreckigen Sieg” verschenkte, wie er formulierte. „Aber dieser Dreier war lebenswichtig für uns. In letzter Sekunde ein Tor zu machen und diese Stimmung hier zu erleben, ist einfach geil. Wir sind für unsere Angriffe belohnt worden.”

Nun geht es nach Mönchen- gladbach. „Mit großer Motivation”, sagt Podolski. Nicht wegen des 1:0 von Sonntag. „Das 0:4 hier im Hinspiel war eine unserer bittersten Niederlagen.”
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