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Neues aus Spanien: Wie beim „Müttergenesungswerk”

Von: Klaus Schmidt
Letzte Aktualisierung:
Alemannia
Test im Trainigslager: Alemannia hat gegen Fortuna Düsseldorf verloren.

Oliva Nova. Aus den Niederlanden ist zu hören: Alemannia wird Marcel Meeuwis ein Angebot machen. „Das werden wir nicht”, sagt Manager Erik Meijer, „denn Borussia Mönchengladbach verlangt eine Ablösesumme. Und Ablösen zahlen wir nicht.” Daran habe auch der Geldregen aus dem anstehenden Pokal-Viertelfinale gegen den FC Bayern München nichts geändert.

Aachens Co-Trainer Eric van der Luer hat zwar mit Meeuwis gesprochen, den er gut aus der Zeit bei Roda JC Kerkrade kennt. Der 30-jährige „Sechser”, den Gladbachs Coach Michael Frontzeck abgeben will, nahm das Interesse zur Kenntnis - mehr nicht. Erik Meijer: „Das ist ein Spieler, den ich gerne bei uns sehen würde. Aber da sind auch noch vier, fünf holländische Erstligisten dran. Ich glaube nicht, dass da die 2. deutsche Liga erste Wahl wäre.” Mal abgesehen von einer Transferzahlung.

Überraschungssieger beim Flanken- und Torabschlusstraining am Donnerstag in Oliva Nova: Im „Shootout” setzte sich das in dieser Disziplin bislang nicht auffällig gewordene Duo Thomas Stehle und Thomas Zdebel durch. Und das keineswegs gegen Benny Auer und Zoltan Stieber, sondern - nicht minder überraschend - gegen Thorsten Burkhardt und den neuen „Gaststürmer” Erik Meijer. „Es gibt Dinge, die verlernt man nicht...”

Im Januar 1995 reiste „Michel” Förster in sein erstes Trainingslager mit Alemannia, unter Gerd vom Bruch flog der damalige Regionalligist nach Antalya. Der Zeugwart hat einiges erlebt, Spieler, die aus dem Hotel ausbüxten und zu nächtlicher Stunde über den Balkon wieder reinschlichen. „Aber da wartete schon Werner Fuchs auf dem Sofa. Der hat die am nächsten Tag laufen lassen, bis der Arzt kam.” Solche Eskapaden seien längst „unvorstellbar. Das traut sich keiner mehr.” Heutzutage seien Trainingslager in dieser Hinsicht „Müttergenesungswerk”.

Disziplin erfreut die Trainer. Disziplin schadet der Mannschaftskasse. Falsche Kleiderordnung, klingelnde Handys während des Essens oder auf Mannschaftssitzungen, Verspätungen - das alles steht auch in Alemannias Strafenkatalog. Mirko Casper, der Dienstälteste und Mathematiker im Kader und folgerichtig Kassenwart, hat bislang allerdings gerade mal knapp 200 Euro eingesammelt. „Ein vergessener Pullover, eine vergessene Trinkflasche - und die Verlierer des Turniers mit 7er-Mannschaften mussten bezahlen.” Bei so viel Disziplin wirds schwierig mit einer Saison-Abschluss-Sause nach Mauritius...

Alemannia wollte ihn Samstagvormittag mitnehmen zurück nach Deutschland, doch Andras Simon saß bereits am Donnerstag nicht mehr beim Frühstück, sondern im ersten Flieger raus aus Spanien. Nachdem Erik Meijer dem ungarischen Teststürmer mitgeteilt hatte, dass man ihn nicht verpflichten werde, bekam Simon offensichtlich von seinem Berater das Kommando, Oliva Nova zeitnah zu verlassen.

Schmutziges Geschäft: Als Wolf Werner den Namen Simon in der Aachener Testspiel-Aufstellung entdeckte, konnte Fortuna Düsseldorfs Manager es kaum fassen. „Der ist uns noch am Tag vorher angeboten worden.”
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