Nach Elfmeterschießen: Gladbach mit Mühe im Achtelfinale

Von: Matthias A. Schmid, dapd
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Heidenheims Ingo Feistle (links) und Mike Hanke von Mönchengladbach kämpfen um den Ball. Foto: dpa

Heidenheim. Das zweite Wunder von der Ostalb ist ausgeblieben. Der Drittligist 1. FC Heidenheim unterlag am Dienstagabend in der zweiten Runde des DFB-Pokals Borussia Mönchengladbach mit 3:4 (0:0, 0:0) im Elfmeterschießen, nachdem nach 120 Minuten keine Tore gefallen waren.

In der ersten Runde hatte die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt durch einen 2:1-Erfolg gegen Werder Bremen bundesweit Schlagzeilen geschrieben.

Für den wenig überzeugenden Tabellensiebten, der damit zum zweiten Mal nacheinander das Achtelfinale erreichte, verwandelte Martin Stranzl den entscheidenden Strafstoß und Torhüter Marc-Andre ter Stegen hielt zwei Elfmeter.

Heidenheim war kein unbekannter Gegner für die Gäste aus Nordrhein-Westfalen. Im Sommer gewannen der Bundesligist schon einmal in Württemberg - im Testspiel mit 3:1. Doch damals war Marc Schnatterer mit dabei. Der Heidenheimer Kapitän, der ein Tor erzielte und auch beim Sieg gegen Bremen mit zwei Treffern auffälligster Spieler war, saß gegen Gladbach aber auf der Tribüne. Er leidet an den Folgen eines Mittelfußbruchs.

Mit dem Ergebnis des Vorbereitungsspiels wäre Gladbachs Trainer Lucien Favre diesmal im mit 10.000 ausverkauften Albstadion sehr zufrieden gewesen. Denn die Heidenheimer sind in der dritten Liga nicht irgendeine Mannschaft, sondern Tabellenvierter und seit sechs Pflichtspielen ungeschlagen.

Entsprechend couragiert begann das Team die Partie. Doch die beste Chance hatte der Erstligist, der gegenüber der 0:1-Niederlage zuletzt in Hoffenheim mit drei neuen Akteuren in der Startelf spielte. Der Schuss von Nationalspieler Marco Reus ging allerdings an den linken Pfosten (25.), nachdem Heidenheims Torhüter Frank Lehmann den Ball von Roman Neustädter nur vor die Füße von Reus gefaustet hatte.

Frommer und Spann spielten schon in Gladbach

Gladbach war ballsicherer, technischer besser als die Heidenheimer, die erst zum dritten Mal in der Vereinshistorie zu einem DFB-Pokalspiel antraten. Der Außenseiter beschränkte sich allerdings nicht nur auf die Verteidigung des 0:0. Heidenheim spielte auch geschickt und mutig nach vorne. In Andreas Spann und Nico Frommer konnte die Heimelf auch zwei Spieler mit Bundesligavergangenheit aufbieten.

Und Ironie des Schicksals war, dass die beiden Stürmer schon einmal für Mönchengladbach spielten. Ausgerechnet. Und Spann hatte in der 33. Minute mit einem Schlenzer auch eine gute Tormöglichkeit. Die beste hatte allerdings drei Minuten später Richard Weil nach feinem Doppelpass mit Christian Essig. Sein Abschluss im Strafraum war allerdings zu harmlos, sodass Marco-Andre ter Stegen den Ball sicher fangen konnte.

Heidenheims Sirigu hätte der Held werden können

Auch nach dem Seitenwechsel gelang des den Gladbachern nicht, ihre spielerischen Vorteile in zwingende Torchancen umzuwandeln. Sie kombinierten zwar ganz ansehnlich, aber die Heidenheimer Abwehrspieler konnten sie so nicht in Verlegenheit bringen. Am gefährlichsten war es noch, als Reus in der 77. Minute einen Haken zu viel machte. Drei Minuten später hätte dann Sandro Sirigu der Held des Abends werden können. Der rechte Außenverteidiger lief allein auf ter Stegen zu, doch der Torhüter ahnte den Heber des Heidenheimers voraus.

Nach 90 Minuten blieb es beim 0:0, sodass die 30-minütige Verlängerung die Entscheidung bringen musste. Die Extraspielzeit verlief ohne größere Höhepunkte, wenn man mal vom Schüsschen von Reus absieht. Logische Folge: Elfmeterschießen.
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