Aachen - Münsteraner Schiedsrichter: Alemannia verzichtet auf Einspruch

Münsteraner Schiedsrichter: Alemannia verzichtet auf Einspruch

Von: red
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Der DFB soll gegen ihn ermitte
Vorerst kein Wiedersehen mit Preußen Münster: Alemannia Aachen hat sich entschieden, keinen Einspruch gegen die Wertung der Partie des 11. Spieltages einzulegen. Foto: imago/Hoffmann

Aachen. Vorerst kein Wiedersehen mit Preußen Münster: Alemannia Aachen hat am Donnerstag entschieden, keinen Einspruch gegen die Wertung der Partie des 11. Spieltages einzulegen. Ganz ohne Reaktion will der Verein die Entscheidungen des Schiedsrichters aber nicht hinnehmen.

Am Mittwochabend war bekannt geworden, dass der Schiedsrichter der Partie vom Dienstag, Martin Thomsen, selbst in Münster lebt. Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Münster, wo er von 2006 bis 2010 auch studiert hat. Der Verdacht der Parteinahme war aufgekommen, weil der Unparteiische während des Spiels einige umstrittene Entscheidungen gefällt hatte.

Die Alemannia lässt damit die 48-Stunden-Frist verstreichen, nach der ein Einspruch möglich ist. Nach rechtlicher Prüfung sei der Verein zu dem Entschluss gekommen, dass ein Protest keine Aussicht auf Erfolg bietet, teilte die Alemannia am Donnerstag mit. „Auch wenn eine leider schlechte Leistung des Schiedsrichters vorliegt, bietet diese noch lange keine Grundlage, dem Unparteiischen einen Manipulationsversuch vorzuwerfen”, betonte Geschäftsführer Uwe Scherr.

Ganz ohne Reaktion will die Alemannia die Sache aber nicht hinnehmen. Der Verein wolle sich an die Schiedsrichterkommission wenden, um die Schiedsrichteransetzung zu kritisieren. „Wir werden der Kommission deutlich zu verstehen geben, dass wir die Ansetzung als sehr unglücklich bewerten”, kündigte Scherr an. Von den Vereinen werde der Fair-Play-Gedanke eingefordert, dasselbe müsse aber auch für die Schiedsrichter gelten. „Die Unparteilichkeit ist das höchste Gut eines Schiedsrichters”, sagte Scherr.

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