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Mike Hanke: „Wir sind glücklich weitergekommen”

Von: Claus Vetter
Letzte Aktualisierung:
Fußball DFB-Pokal Viertelfina
Fußball DFB-Pokal Viertelfinale: Hertha BSC Berlin - Borussia Mönchengladbach am Mittwoch (08.02.2012) im Olympiastadion in Berlin. Berlins Roman Hubnik und Mönchengladbach Igor De Camargo (l) geraten aneinander, woraufhin es Elfmeter für Mönchengladbach gab und Hubnik einen Platzverweis erhielt. Hertha verlor in der Verlängerung mit 0:2. Foto: Hannibal dpa/lbn (Achtung! Der DFB untersagt die Verwendung von Sequenzbildern im Internet und in Online-Medien während des Spiels (einschließlich Halbzeit). Achtung Sperrfrist! Der DFB erlaubt die Publikation und Weiterverwertung der Bilder auf mobilfunkfähigen Endgeräten (insbesondere MMS) und über DVB-H und DMB erst nach Spielende.) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Berlin. Aus Sicht von Borussia Mönchengladbach war im Berliner Olympiastadion die Fußballwelt in Ordnung. 2:0 nach Verlängerung gewonnen bei Hertha BSC, Halbfinale im DFB-Pokal erreicht, Pflicht erfüllt.

Was störte die Sieger da, dass sie beim Verlierer über einen strittigen Elfmeter zeterten? Den Strafstoß, der das Spiel entschied. „Das war eine Unsportlichkeit von De Camargo, und kein Elfmeter. Das ist unfassbar”, sagte Herthas Trainer Michael Skibbe.

Verständlicherweise waren sie bei Hertha über die strittige Entscheidung von Schiedsrichter Felix Brych aus München verärgert. Denn über 100 Spielminuten, bis zum 0:1, hatten die Berliner für ihre Verhältnisse viele gute Dinge gezeigt. Jedenfalls mehr gute Aktionen, als von einem Abstiegskandidaten in der Bundesliga zu erwarten waren. Gladbach dagegen hatte weniger gezeigt als nötig war, wie auch Trainer Lucien Favre zugab. Sein Angreifer Mike Hanke sagte sogar: „Wir haben kein gutes Spiel gezeigt. Wir sind glücklich weitergekommen.”

Die Berliner hatten die besseren Torchancen gehabt. Aber das war nicht relevant. Eine Szene, die keine hätte werden müssen, hatte das Spiel entschieden. Eine Aktion von Roman Hubnik war es, die den Weg zum Gladbacher Sieg ebnete.

Der Berliner Verteidiger baute sich vor Igor de Camargo im Berliner Strafraum auf. Es sah so aus, als wolle er dem Gladbacher eine Kopfnuss verpassen. Er berührte De Camargo leicht mit der Nase an der Stirn, der Brasilianer flog auf den Rasen. Hubnik sah Rot. Elfmeter. 1:0 für Mönchengladbach durch Filip Daems, der in dieser Saison bisher jeden seiner Strafstöße verwandelt hat.

Das 2:0 durch Oscar Wendt fiel in der Nachspielzeit der Verlängerung, als alles entschieden war. Denn die Berliner Angriffsbemühungen - Adrian Ramos vergab kurz vor dem zweiten Gladbacher Tor noch eine Chance - waren zu ineffektiv. Favre wollte die Szene, die zum Elfmeter führte, nicht beurteilen. „Ich habe die Aktion nicht gesehen”, sagte Gladbachs Trainer. „Wir wussten, dass es extrem schwer wird. Wir haben nicht so gut gespielt, Hertha war sehr gefährlich.” Insgesamt sei der Sieg aber nicht unverdient.

Mit seiner Einschätzung lag Favre auch gar nicht so falsch. Denn in jedem Falle spielten die Gladbacher ab der zweiten Halbzeit und in der Verlängerung effektiver als ihr mutloser Gegner, der auch das vierte Pflichtspiel unter Trainer Michael Skibbe verlor und wieder einmal nichts mit dem Pokal-Endspiel im eigenen Stadion im Mai zu tun haben wird.

Für die Gladbacher winkt bei der Auslosung ein attraktives Halbfinal-Los (Bayern und Dortmund) oder ein vermeintlich leichtes Los (Greuther Fürth). Es ist möglich, dass die Borussen in dieser Saison zum dritten Mal nach Berlin fahren dürfen. Zweimal - in der Bundesliga gab es ein 2:1 bei Hertha - haben sie unter Favre ja schon in Berlin gewonnen.

Zuschauer: 47.465, Tore: 0:1 Daems (101./Foulelfmeter), 0:2 Wendt (120.+2), Rote Karten: Hubnik (99./Tätlichkeit)/-
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