Maniches Extratouren, Mondragón bleibt

Von: Günter Kirschbaum
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In der Regel die Ruhe selbst: Nur selten gestikuliert Zvonimir Soldo so wild am Spielfeldrand. Foto: imago

Köln. Sportlich ist der Klub aus den Schlagzeilen heraus. Der Klassenerhalt ist auch rechnerisch in trockenen Tüchern, die Saison trudelt aus - Zeit für den 1. FC Köln, die kommende Bundesligasaison zu planen. Dass Mittelfeld-Diva Maniche dabei eine Rolle spielen wird, ist fraglicher denn je.

Trainer Zvonimir Soldo auf die Frage, ob der 32-Jährige bleibt: „Das kann man jetzt schwer sagen.” Der Portugiese forciert offenbar seinen Abgang. Nach seinem Treffer zum 1:1 im Spiel gegen Mönchengladbach attestierte er denjenigen, die ihn in den Partien zuvor ausgepfiffen hatten: „Die verstehen nichts von Fußball.”

Vor zwei Wochen fuhr er im Lamborghini statt im Dienst-Ford zum Training vor. Dem Fotografen, der diesen Vertragsverstoß digital festgehalten hatte, zeigte Maniche den Mittelfinger. 20.000 Euro Geldstrafe. Drei Tage später war er - gelbgesperrt - beim Heimspiel gegen Bochum (2:0) nach der Pause nicht mehr zu sehen. Am Dienstag fuhr er zur Übungseinheit mit seinem neuen Porsche vor. Diesen Vorgang könnte der Klub auch als dreiste Provokation werten. Maniche selbst hielt es auch Mittwoch wie in den vergangenen Monaten dieser Saison: Er schwieg.

Die einzige Reaktion auf Maniches neuerliche Eskapade kam vom Pressesprecher. „Das ist alles vertraglich geregelt”, sagte Christopher Lymberopoulos. „Das war eine teure Porsche-Fahrt.”

Eine andere Personalie ist vom Tisch. Faryd Mondragón wird auch im nächsten Spieljahr das Kölner Tor hüten. Was zur Konsequenz hat, dass Ersatzkeeper Thomas Kessler ausgeliehen wird.
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