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Lukas Podolski ist gegen Hannover nur als Zuschauer dabei

Von: Roman Sobierajski
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Nationalstürmer Lukas Podolski ist in Hannover zum Zuschauen verdammt. Foto: dpa

Köln. Für Lukas Podolski folgte nach dem Vormittagstraining noch eine „Extraschicht”: Der 26-Jährige stieg gegen Zwanzig vor Eins in den Audi seines Beraters Kon Schramm ein, FC-Geschäftsführer Claus Horstmann und Justiziar Oliver Zierold folgten im abgedunkelten FC-Dienstwagen.

Das Ziel der kleinen Karawane war das DFB-Sportgericht an der Otto-Fleck-Schneise in Frankfurt, wo nach dem unberechtigten Platzverweis gegen Podolski im Spiel gegen Hertha BSC über den Widerspruch des Vereins gegen die Sperre für das Spiel gegen Hannover 96 verhandelt wurde.

Doch obwohl sich Hertha-Spieler Lewan Kobiaschwili vor dem DFB-Gremium gegen eine Sperre aussprach und auch Schiedsrichter Guido Winkmann seinen Fehler eingestand („Im Rückblick hätte ich ihn verwarnt. Gelb, nicht mehr und nicht weniger”), nahm das Gericht die ausgesprochene Strafe von einem Spiel Sperre nicht zurück. Kölns Tormaschine wird sich die Partie gegen Hannover von der Tribüne aus anschauen müssen.

Die Eindrücke, die Kölns Trainer Stale Solbakken vom kommenden Gegner am Sonntag (17.30 Uhr) hat, sind ebenfalls mehr als frisch. „Die Stimmung bei 96 ist sehr gut nach diesem Erfolg in der Europa League”, wusste der 43-Jährige zu berichten. „Das ist ein Geschenk für jeden Trainer, die Spieler werden alles geben, weil sie sich für die europäische Bühne anbieten wollen.”

„Ganze Woche ruhig”

Aber auch darüber hinaus gibt es Gründe, die Mannschaft von Mirko Slomka nicht auf die allzu leichte Schulter nehmen zu wollen: „Im Kader sind drei oder vier Spieler, die auf mehreren Positionen einsetzbar sind, Abdellaoue hat seine Qualitäten als Vollstrecker im Strafraum, Diouf läuft dagegen in die Korridore in der Viererkette.

Zudem kann die Mannschaft auch bei Bedarf auf ein anderes System umschalten, von der Mittelfeld-Raute auf die flache Vier und umgekehrt.” Diouf als Neuzugang von Manchester United ist für Solbakken kein Unbekannter. „Er war damals Topscorer in Norwegen, deswegen habe ich mich intensiv mit ihm beschäftigt.”

Seine eigene Mannschaft hat fast noch ein größeres Wunder hinbekommen, als den Einzug in die Vorfinalrunde in einem europäischen Wettbewerb: „Es war die ganze Woche ruhig”, wunderte sich der FC-Cheftrainer - ein weinig: „Schauen wir mal, wie es in der kommenden Woche läuft.”

Die Vorzeichen, dass in der Schlussphase der Saison endlich mehr Ruhe einkehrt, stehen nach dem erspielten und erkämpften Sieg über Berlin deutlich günstiger. „Unsere Schlüsselspieler konnten in den letzten drei Partien viel miteinander auf dem Platz stehen. Und die Fitnessfrage bei denjenigen, die nach langer Verletzung zurückgekehrt sind, ist auch weg.” So kehrt Ammar Jemal zurück in den 18er-Kader, Martin Lanig ist zwar immer noch nicht ganz schmerzfrei, aber „klar für das Spiel”.

Bleibt nach der bestätigten Sperre für Podolski noch eine Frage zu klären: Wer nimmt dessen Stelle an der Seite von Milivoje Novakovic ein? „Mit Odise Roshi hätten wir die Schnelligkeit auf dieser Position, Chong Tese wäre sehr gut, wenn wir viele Flanken schlagen und er im Strafraum zum Torabschluss kommen könnte”, dachte Solbakken laut nach. „Beides hat Vor- und Nachteile”. Klingt so, als wären gleich zwei Spieler nötig, um den Ausfall von Lukas Podolski zu kompensieren.

Voraussichtliche Aufstellung: Rensing - Brecko, Sereno, Geromel, Eichner, Peszko, Lanig, Riether, Clemens - Roshi - Novakovic
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