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„Keine Perspektive”: Christoph Daum sorgt sich um 1. FC Köln

Von: dpa
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Köln. Der ehemalige Trainer Christoph Daum betrachtet die Entwicklung beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln mit Sorge. „Man muss bereit sein, sich für Neues zu öffnen. Man muss Perspektiven entwickeln und diese leben. Das sehe ich in Köln leider nicht”, sagte Daum dem „Express” (Freitag).

„Wenn du dich nicht auf neue und bessere Dinge einstellst, gehst du unter”, ergänzte Daum, der den FC zuletzt von November 2006 bis zum Saisonende 2009 betreute.

In den vergangenen fünf Jahren habe sich beim 1. FC Köln „nichts verändert. Der Club ist da, wo er vor fünf Jahren begann. Du kannst nur etwas verändern, wenn du Veränderungen auch willst. Tradition darf kein Ruhekissen sein, Tradition muss ein Sprungbrett sein”, sagte der 56-Jährige.

Er habe den FC-Verantwortlichen seinerzeit dazu geraten, ein neues Trainingsgelände zu erstellen. „Das ist ganz entscheidend für die Zukunft”, sagte Daum. Als Antwort habe man ihm erklärt, „man wolle den Club nicht vor die Wand fahren”. Daum: „Was für eine Antwort! Natürlich will man den Club nicht an die Wand fahren. Aber mit solch apokalyptischen Szenarien wird jeder Fortschritt kaputt gemacht.”

Eine mögliche Rückkehr zum FC hält Daum, der zuletzt Fenerbahce Istanbul trainierte, für nicht denkbar. „Ich steige nicht mehr irgendwo ein, wenn ich nicht alle Fäden in der Hand halte. Ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen. Aber nur, wenn ich meine Vorstellungen verwirklichen kann”, sagte er.

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