Maspalomas/Aachen - Hans Meyer: „Sind ein Stückchen weitergekommen”

Hans Meyer: „Sind ein Stückchen weitergekommen”

Von: Bernd Schneiders
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Leidensmiene: Steve Gohouri verpasste die Chance, positiv auf sich aufmerksam zu machen. Foto: Wiechmann

Maspalomas/Aachen. Eine ironische Grundhaltung kann schon mal zu Missverständnissen führen: „Wenn sie gesund sind, spielen sie alle”, prophezeite Hans Meyer zum Abschluss des Trainingslagers auf Gran Canaria. Doch diesmal meinte es der Trainer von Borussia Mönchengladbach einmal ernst und hatte keinen Antrag an die DFL im Hinterkopf, die Spielstärke von elf auf 25 zu erhöhen: „ ... die Neuen!”

Das ist zu hoffen, speziell nach dem Eindruck, den seine Mannschaft beim 0:3 gegen Schachtjor Donezk zum Abschluss des Turniers abgeliefert hatte.

Dort fehlte „nur” ein Neuer, womöglich aber der Schlüsselspieler für die angestrebte und 18 Spieltage lang so schmerzlich vermisste Stabilität: Dante. Der brasilianische Innenverteidiger wird ebenso wie Filip Daems (Adduktoren) am Montag noch mal computerges(ch)ichtet.

Wenn alles gut geht, könnte der Neuzugang von Standard Lüttich diese Woche noch wieder ins Training einsteigen. Bei Daems ist sogar ein Mitwirken morgen gegen Borussia Dortmund möglich (19.30).

Gegen die Ukrainer ohne Dante und Daems: Meyer warf das Ergebnis nicht um. „In der ersten Halbzeit haben sie uns 20, 25 Minuten richtig aufgemischt. Wie wir es nach der Pause angenommen haben, als sie einige ihrer Besten ausgetauscht hatten, damit war ich nicht unzufrieden.”

Der Klassen-Unterschied war so erwartet worden. „Die haben drei Spieler für 46 Millionen Euro geholt”, sagte der 66-Jährige. „Das Spiel hat trotzdem seinen Zweck erfüllt.” Auch als Erfahrung, „zu sehen, dass sie noch nicht so groß sind”.

Die Viererkette wird im Liga-Betrieb wieder anders aussehen, ein Paul Stalteri auch. „Dass er unkonzentriert gewirkt hat, lag daran, dass er wie auch Tomas Galasek neben der Trainingsbelastung innerhalb von einer Woche drei Spiele absolviert hat. Er war einfach müde.”

Offensichtlich auch Steve Gohouri. „Seine Beschwerden waren so groß, dass er sich für nicht spielfähig empfunden hat”, zeigte sich Meyer überrascht über die selbsterwählte Auszeit des Ivorers. „Im Training konnte er allerdings alles mitmachen. Aber vielleicht finden die Ärzte ja noch eine Krankheit bei ihm.” Unschwer zu erraten, wer den Titel „Verlierer des Trainingslagers” gewonnen hat.

Einen „kollektiven” Sieg aber konnte der Gladbach-Coach nach der Spanien-Woche dennoch verkünden. „Wir sind ein Stückchen weitergekommen.”
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