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Hallencup: Ein Déjà-vu für Alemannia II

Von: Helga Raue
Letzte Aktualisierung:
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Aachen. Es war ein Dèjà-vu: Wie im Vorrunden-Finale 2012 standen sich auch 2013 Alemannia Aachen II und Hertha Walheim gegenüber, diesmal beide als Mittelrheinligisten. Und auch diesmal triumphierten die Walheimer: Sie gewannen 6:3 (2:1) und qualifizierten sich damit für die Endrunde am Freitag um den Sparkassen-Hallencup, den unsere Zeitung präsentiert.

„Ich denke, dass wir heute die beste Mannschaft der Vorrunde waren. Wir haben die Kugel gut laufen lassen, tolles Umschaltspiel gezeigt, und hatten mit Johnny Görtz einen überragenden Torwart“, freute sich Walheims Coach Mirko Braun nach dem klaren Sieg über den Liga-Konkurrenten, fügte aber hinzu: „So muss es allerdings auch in der Endrunde weitergehen.“ Im vergangenen Jahr trat Walheim im Halbfinale nicht gut auf und kassierte eine 1:3-Niederlage.

Etwas holpriger Start

„Das war unnötig, wir haben im Finale einfach schlecht gespielt“, ärgerte sich Sven Schaffrath, Alemannias „Co“ und beim Hallencup für die Schwarz-Gelben verantwortlich. „Wir haben den Ball nicht mehr gut laufen lassen, haben nicht schnell genug umgeschaltet und vorne die Dinger nicht gemacht.“ Noch zur Pause war die Partie eng gewesen, doch danach setzte sich Walheim ab. Zwar konnten die Aachener in der Schlussphase noch verkürzen, scheiterten aber oft am gut aufgelegten Walheimer Keeper.

Aachens Weg ins Vorrunden-Finale begann etwas holprig, nur schwer fand das junge Team von Schaffrath in die Partie. „Es war ein typisches erstes Hallenspiel, alles war noch etwas unsicher“, analysierte der 28-Jährige. Doch sein Team biss sich in die Partie gegen Landesligist Westwacht Aachen. Kurz vor Schluss schien die hart umkämpfte Partie auf ein Unentschieden hinauszulaufen. Genau 1,9 Sekunden vor Schluss erzielte Dennis Bündgens das umjubelte 4:3 für die Aachener, dem ein Freistoß und eine Zwei-Minuten-Strafe für einen Westwachtler vorausgegangen war.

Und das erzürnte Frank Küntzeler: „Wir fühlen uns vom Schiri nicht gut behandelt“, ärgerte sich der Westwacht-Coach über die strittige Szene, die dem entscheidenden Treffer vorangegangen war. „Ärgerlich ist nur, wir mussten das Spiel gegen die Alemannia nicht verlieren, einen Freistoß 13 Sekunden vor Schluss muss man nicht so schnell ausführen“, sagte Küntzeler. „Insgesamt haben wir uns gut präsentiert, haben ein hohes Tempo gespielt und eine gute Leistung angeboten.“

In ihrer zweiten Partie besiegte sein Team den Landesliga-Zweiten SV Eilendorf 6:4, da Alemannia Aachen aber beim 8:2-Sieg gegen den SVE nichts mehr anbrennen ließ, reichte es nicht zum Erreichen des Vorrunden-Finales. Nachdem es in Hälfte 1 noch knapp – Sekunden vor dem Halbzeitpfiff erzielte Sasa Strujic das 3:1 –, ausgesehen hatte, zogen die Schwarz-Gelben nach der Pause davon.

„Ich schäme mich“, ärgerte sich SVE-Coach Achim Rodtheut über die Auftritte seiner Mannschaft. „Um beide Spiele kann man ein Schleifchen drum machen, so viele Geschenke haben wir an unsere Gegner verteilt. Wir haben einfach nicht gut gespielt.“

Ebenfalls mit weißer Weste hatte sich Hertha Walheim durch die Vorrunde gespielt. Dem 4:1-Sieg gegen Bezirksligist Arminia Eilendorf ließ Brauns Team einen 6:3-Sieg gegen Landesligist Rhenania Richterich folgen. Genau sechs Sekunden vor Schluss hatte Richte-rich sein erstes Vorrunden-Spiel gegen Arminia Eilendorf mit 3:2 für sich entschieden – Dardan Bajri ließ die Rhenanen jubeln.

„Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft trotz des Ausscheidens sehr zufrieden, weil ich gesehen habe, dass meine Spieler ihre Leistung abgerufen haben“, war Gökhan Demirci nicht traurig. „Einmal gewonnen, einmal verloren – und das gegen Walheim – damit bin ich in der Gruppe sehr zufrieden.“

Zwar fuhren die Arminen punktlos nach Hause, doch Andi Avramovic war mit dem Auftreten seines Teams sehr zufrieden. „Gegen Walheim haben wir sehr diszipliniert gespielt, unser Gegner hatte zuerst Probleme, seine Chancen zu nutzen, war dann aber in der zweiten Hälfte cleverer“, resümierte der Arminia-Coach. „Die Partie gegen Richterich war sehr intensiv, und da haben wir übermotiviert agiert. Schön ist, dass wir an solch einem Turnier als Bezirksligist teilnehmen dürfen.“

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