Mönchengladbach/Maspalomas - Gladbachs Kampf um die Zukunft

Gladbachs Kampf um die Zukunft

Von: Morten Ritter, dpa
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Mönchengladbach/Maspalomas. Das Wasser steht Bundesliga- Schlusslicht Borussia Mönchengladbach bis zum Hals, doch die Pläne für eine bessere Zukunft liegen längst in der Schublade.

„Es ist ganz wichtig, dass wir diesen Abstieg vermeiden. Dann können wir mit einer jungen Mannschaft etwas entwickeln”, sagte Sportdirektor Max Eberl vor dem Abflug ins Trainingslager nach Gran Canaria am (heutigen) Montag im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Nach dem Kaufrausch der vergangenen Jahre und der Verpflichtung von vier neuen Profis in diesem Winter soll die lange herbeigesehnte Kontinuität im Club möglichst bald Einzug halten. Dabei setzt Borussia verstärkt auf die eigenen Junioren. „In den nächsten Jahren kommen noch einmal sechs, sieben hoch talentierte Spieler raus”, meinte Eberl.

Doch für das Unternehmen Klassenverbleib griff der Club zunächst noch einmal tief in die Tasche. „Wir haben richtig Geld investiert, aber ich hoffe, dass wir mindestens zwei Leistungsträger gefunden haben, die uns auch über die Rückrunde hinaus helfen können”, sagte Gladbachs Sportdirektor.

Für etwa fünf Millionen Euro wurden Torhüter Logan Bailly, die Abwehrspieler Dante und Paul Stalteri sowie Mittelfeldspieler Tomas Galasek verpflichtet. Das Quartett hinterließ in der ersten Trainingswoche einen guten Eindruck, auch wenn das erste Testspiel gegen Paderborn am vergangenen Freitag mit 1:2 verloren ging.

Auf der Kanaren-Insel soll der Feinschliff erfolgen, in zwei Spielen gegen Grasshopper Zürich und Schachtjor Donezk der Ernstfall geprobt werden. „Wir werden viele taktische Dinge einstudieren, damit wir uns besser präsentieren können als im ersten halben Jahr. Die Mannschaft wäre hundertprozentig abgestiegen, wenn wir in dieser Form weiter gemacht hätten. Die vier Neuen haben wir geholt, weil wir glauben, dass sie uns besser machen werden”, sagte Trainer Hans Meyer.

In den Planungen des 66 Jahre alten Fußball-Lehrers spielen auch die jungen Spieler wie Marko Marin und Alexander Baumjohann eine Rolle. Vor allem der umworbene Jung-Nationalspieler Marin, der einen Vertrag bis 2010 hat, soll in Gladbach gehalten werden. „Ich bin überzeugt, wenn wir in der Liga bleiben, bleibt er bei uns”, meinte Eberl, der auch Baumjohann gerne halten möchte.

Der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler soll sich zwar schon mit den Münchnern über einen Wechsel zum FC Bayern einig sein. „Das hat er mir noch nicht bestätigt. Wir haben ihm ein Angebot gemacht und glauben, dass es für seine Entwicklung der richtige Schritt wäre. Wir wollen uns im Trainingslager noch mal unterhalten”, sagte Eberl.

Derweil laufen die Gespräche mit ausgemusterten Spielern, die sich einen neuen Verein suchen sollen. Sebastian Svärd (Hansa Rostock) und Sascha Rösler (TSV München 1860) haben bereits neue Vereine gefunden, fünf weitere Profis sollen noch an den Mann gebracht werden. Rösler hat nach seiner Ausmusterung Trainer Meyer heftig kritisiert.

„Die Meyer-Verpflichtung hat nicht viel gebracht, weil er nach den ganzen Suspendierungen Leistung mit Angst erzwingen wollte. Das verunsichert die Mannschaft und ist nicht leistungsfördernd”, sagte Rösler dem Internetanbieter „spox.com”.
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