Gegner Freiburg - „das passt” dem 1. FC Köln

Von: Wilhelm Peters
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In der Regel die Ruhe selbst: Nur selten gestikuliert Zvonimir Soldo so wild am Spielfeldrand. Foto: imago

Köln. Zvonimir Soldo bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Er ist, zumindest gibt er sich so, ein innerlich gefestigter Mensch. Selbst in Momenten, in denen er Ungerechtigkeiten ausmacht, behält er die Contenance, obwohl es in ihm zu brodeln scheint.

Wie er als Trainer des 1. FC Köln denn die Kritik aushält, der er sich ausgesetzt sehe, lautete jene Frage, die ihm ein nur oberflächliches Lächeln entlockte. Soldo antwortete. Im ruhigen, aber überzeugten Ton: „Das Spiel meiner Mannschaft gegen Bremen und meine Spieler wurden viel zu schlecht bewertet. Werder hatte kaum Chancen, wir hatten sehr gute. Wir haben gegen die spielstärkste Mannschaft der Bundesliga gespielt und kaum etwas zugelassen.”

Schnell wendete sich der Trainer dann der Aufgabe am Samstag beim SC Freiburg zu, mit dem die Kölner zumindest zwei Dinge gemeinsam haben: Beide Mannschaften kommen wesentlich besser mit ihren Auswärtsaufgaben zurecht als in ihren Heimspielen. Das spricht theoretisch für den 1. FC Köln - am Samstag im Breisgau.

Soldo sagte am Tag vor dem Kellerduell gegen die Elf von Robin Dutt, die als Tabellen-13. genauso viele Gegentore kassierte wie „Schlusslicht” Hertha BSC (32): „Der SC Freiburg wurde bei Heimspielen als Schießbude der Liga bezeichnet. So sehe ich das nicht. Aber wir sind auswärts stärker als zu Hause. Das passt.”

Es passt auch, dass Faryd Mondragón rechtzeitig von seiner Oberschenkelverletzung genesen ist. „Er ist fit und wieder gesund”, so der Trainer, der bis auf den Keeper die Startformation aufbieten dürfte, die gegen Bremen gespielt hat. Soldo warnt aber auch: „Freiburg hat zu Hause zwar gegen Bremen und Leverkusen hoch verloren, aber gut mitgehalten.”

FC-Manager Michael Meier nennt die Partie gar ein „Sechs-Punkte-Spiel”. Der Verlierer rückt erstens noch näher an die Abstiegsplätze. Zweitens denkt Meier vielleicht auch ein bisschen an seine eigenen Ansprüche gegenüber der Mannschaft. Der Manager nannte jüngst 19 bis 20 Punkte als Ziel vor der Winterpause. „Alles darunter würde bedeuten, wir haben das Ziel verfehlt.”

Ob in Freiburg die Ladehemmung vor allem von Milivoje Novakovic (erst zwei Tore) und Lukas Podolski (1) behoben wird, bleibt abzuwarten. Die Hoffnung wird dadurch geschürt, dass der SC bereits 17 Gegentreffer im eigenen Stadion kassierte und Köln vier der bislang mageren sieben Tore auswärts erzielte.

Und Soldo ist sicher: „Wenn wir so auftreten wie in Bochum und gegen Bremen, werden wir unsere Chance haben. Die Mannschaft hat sehr hart trainiert und Fortschritte gemacht. Wir müssen Geduld haben, die Tore kommen schon noch.”

Während der 1. FC Köln keine großen Ausfälle beklagt, bangt Freiburg um den Einsatz von Butscher, Krmas, Idrissou, Abdessadki, und Caligiuri.

Voraussichtliche Aufstellung: Mondragón - Schorch, Geromel, Mohamad, Ehret - Pezzoni - Chihi, Petit, Maniche, Podolski - Novakovic
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