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Fünf Jahre FairPlayLiga: „Die Kinder haben wieder Spaß am Fußball“

Von: fö
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Ralf Klohr
Ralf Klohr, der Erfinder und Mitbegründer der FairplayLiga. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Es ging los mit einem Artikel am 15. Dezember 2005 in unserer Zeitung. Der Bericht mit der Überschrift „Ohne Erwachsene ging es manchmal besser“ ist der Älteste im Pressespiegel der FairPlayLiga (FPL) – er war die Initialzündung für die Gründung der Liga. Und seit dem 26. April 2007 sind sage und schreibe 211 weitere Artikel geschrieben worden, verteilt über die gesamte Republik.

Also setzt man sich mal zusammen mit Ralf Klohr, dem Erfinder der FPL, der durch unseren ersten Artikel animiert wurde, eine solche Liga ins Leben zu rufen. Und mit seinen unermüdlichen Unterstützern und Partnern, mit Detlef Knehaus, dem Vorsitzenden des Jugendausschuss im Kreis Aachen und mit Kreisjugendwart Thorsten Meier. Dazu kommt Klaus Degenhardt, Vorsitzender des Jugendausschusses im Fußball-Verband Mittelrhein, ebenfalls ein großer Befürworter der FairPlayLiga.

Die Zwischenbilanz der vier Streiter für die gute Sache fällt gut aus. Wider Erwarten gut darf man schreiben. „Ich hätte nie damit gerechnet, dass sich alle Kreise anschließen, dass innerhalb von nur drei Jahren in allen neun Kreisen des Verbandes nach den FairPlayLiga-Regeln gespielt wird“, sagt Klaus Degenhardt.

Von Flensburg bis Passau

Viele andere Verbände haben mittlerweile die Regeln übernommen, allein im Osten des Landes ist die Begeisterung für die FPL noch ausbaufähig. Ralf Klohr ist längst zu einem Reisenden für seine Herzensangelegenheit geworden und er darf mit Stolz sagen: „Das nördlichste Projekt ist derzeit in Flensburg, das südlichste in Passau.“

Also ist die FairPlayLiga auch ein Thema für den Deutschen Fußball-Bund? „Sie ist ein großes Thema“, sagt Thomas Hackbarth, Direktor Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit in Frankfurt/Main. „Die FairPlayLiga ist im Gespräch, wir haben schon häufig darüber berichtet und haben weitere Publikationen geplant.“ Dass die FPL beim DFB angekommen, ist verdeutlicht Hackbarths Satz: „Das Projekt hat regional begonnen und hat jetzt nationale Bekanntheit.“

Natürlich sind die „Macher“ nicht blauäugig, „die Liga ist keine heile Welt“. Doch die Beobachtungen und Erfahrungen zeigen, die Kinder spielen ihren eigenen Fußball, sind konzentrierter. Kein Wunder, wenn die Rufe der Eltern nicht mehr gehört werden...

In einem Artikel im November 2009 haben wir als fiktives Datum einmal vom 22. März 2014 geschrieben, an dem bundesweit nach FPL-Regeln gespielt wird. Für Ralf Klohr war beim Lesen dieses Berichts klar: Dieses Ziel will ich erreichen. Und er ist mit seinen Mitstreitern auf einem guten Weg. Auch wenn auf diesem noch viele Stolpersteine liegen. Aber ein ganz wichtiges Ziel haben die Macher der FPL schon erreicht. Detlef Knehaus: „Die Kinder haben wieder Spaß am Fußball.“

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