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Friend erwärmt Herzen der Borussen-Fans: 2:1 gegen Nürnberg

Von: Bernd Schneiders
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Erst treffen, dann jubeln: Robert Colautti nach seinem Tor zum 1:0. Links Vorbereiter Marco Reus. Foto: ddp

Mönchengladbach. Schwierig zu sagen, welcher Wunsch derzeit dringlicher ist: Der kollektive der ganzen Nation, dass sich der Winter endlich zum Teufel schert (viel Spaß in der Hölle!), oder der der Mönchengladbacher Fans und Verantwortlichen, endlich mal nichts mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben.

Nach dem 2:1 der Borussia über den 1. FC Nürnberg ist die Temperatur für die Gladbacher auf jeden Fall gestiegen - auf 28 Punkte.

„Mönchengladbach hat seine Schwächen in der Abwehr”, untermauerte Dieter Hecking kurz vor dem Anpfiff noch mal die offensive Grundausrichtung seines Clubs. Die Borussen hatten ihre ureigene Art, den Nürnberger Trainer zu bestätigen. Vorne spielten sie sich wieder mal beste Chancen heraus - und vergaben sie durch Roberto Colautti (4.), und zwei Mal Raul Bobadilla (10., 26.).

Für Turbulenzen vor dem eigenen Tor sorgten sie aber auch gleich selbst. Allein Abwehrchef Dante spielte den Franken den Ball gleich drei Mal in die Füße. Für die Erwartung Heckings immerhin so etwas wie die halbe Wahrheit also.

Zu 100 Prozent richtig lag der ehemalige Aachener Coach dagegen mit seinem Respekt vor Marco Reus. „Der ist richtig gut.” Diese Gewissheit hatte auch Michael Bradley nur 40 Minuten später, als er den Mittelfeldflitzer mit einem Steilpass auf die Reise schickte. Der ehemalige Ahlener umspielte geschickt Torhüter Rafael Schäfer, rutschte dabei aber zu sehr Richtung Torauslinie.

Und genau in dieser Situation bewies der 20-Jährige seine spielerisches und „soziales” Potenzial: Statt den Ball hektisch aus spitzem Winkel Richtung Tor zu schieben, passte er quer auf Colautti. Der Israeli hatte wenig Mühe, den Ball über die Linie zu drücken. Kein Riesen-, aber womöglich doch auch ein kleines Faustpfand für die anstehenden Vertragsverhandlungen mit Sportdirektor Max Eberl. Der Vertrag des Stürmers läuft im Sommer aus.

Das Tor bestätigte auch die „Treue” von Michael Frontzeck: Gladbachs Trainer hatte weiter auf Colautti als Sturmpartner von Bobadilla gesetzt, obwohl ihm mit Karim Matmour und Rob Friend individuell eigentlich bessere Alternativen zur Verfügung standen.

Die selbstzerstörerischen Anwandlungen der Borussen-Abwehr hatten ihren Höhepunkt direkt nach der Halbzeit. Einen an sich misslungenen Freistoß der Nürnberger machte sie durch eine unbegreifliche Schockstarre zur Chaos-Situation: Nürnbergs Torjäger Albert Bunjaku nutzte sie, als ihm der Ball vor die Füße fiel, nonchalant zum 1:1 (27.).

Auch nach vorne zeigte sich Gladbach weiter verschwenderisch. Bobadilla, Roel Browers per Kopf und Arango mit einer Direktabnahme schafften es lediglich, dass Club-Keeper Raphael Schäfer sich spektakulär zeigen konnte (48., 52., 64.). Mehr und mehr verlor die Frontzeck-Elf nun auch die Spielkontrolle. Das Nachlassen in Halbzeit 2 begleitet Borussia. Frontzecks Gegenmittel: Bobadilla und Colautti raus, Matmour und Friend rein. 22 Sekunden später stocherte der lange Kanadier mit seiner ersten Ballberührung den Ball zum 2:1 über die Linie (74.).
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