Köln - Findet Köln die Auswärts-Orientierung

Findet Köln die Auswärts-Orientierung

Von: Wilhelm Peters
Letzte Aktualisierung:

Köln. Es würde dem 1. FC Köln gut in die Erfolgsserie passen, wenn´s am Samstag beim Hamburger SV so laufen würde wie an jenem 30. Oktober 2010. Da schenkte Kölns Torjäger Milivoje Novakovic den Hanseaten beim 3:2 alle drei Treffer ein und Trainer Frank Schaefer damit einen Einstand nach Maß in dessen erster Partie als Verantwortlicher.

139 Tage ist es her, als eine beeindruckende Aufholjagd der damals abgeschlagenen Kölner begann. In 17 Schaefer-Partien sammelten sie 27 Zähler, 17 alleine in der Rückrunde.

Nun wäre es vermessen, sich in Sicherheit zu wiegen. Solche Gedanken sind dem 47-jährigen Coach fremd: „Es bleibt super eng. 40 Punkte brauchen wir. Es geht darum, in Hamburg nachzulegen.” Schaefer nennt die starke zweite Halbzeit seiner Mannschaft beim 4:0 gegen Hannover „eine Leistung, an der wir uns auch auswärts orientieren müssen”. Novakovic zog da dank zweier Treffer mit Lukas Podolski in der Torjägerliste mit elf Toren gleich. Auswärts-Orientierung ist eine „Baustelle” der Kölner, auf der es noch zu arbeiten gilt. Da steht erst ein Sieg (1:0 in Stuttgart) zu Buche. „Wir können mit einem Erfolg die Auswärtsschwäche aus den Köpfen kriegen”, sagt Schaefer.

Ob dabei der Hamburger Rauswurf von Armin Veh nach der 0:6-Pleite gegen die Bayern, den Michael Oenning ablöste, und der Ausraster von Torhüter Frank Rost gegenüber dem Vorstand des HSV hilfreich waren, bezweifelt der Kölner Coach: „Ein Trainerwechsel und die Ereignisse im Verein machen Hamburg eher unberechenbar.” Oenning holt etwa Ruud van Nistelrooy, der bei Armin Veh in Ungnade gefallen war, wieder ins Boot.

Schaefer stellt denn auch seine Mannschaft darauf ein, „dass wir auf einen Gegner treffen, der in den letzten Wochen weit unter seinen Möglichkeiten gespielt hat”. Dabei wird er höchstwahrscheinlich seinen Hannover-Siegern vertrauen, obwohl ein groß gewachsener und kopfballstarker Martin Lanig nach seiner Gelbsperre neben Petit vor der Viererkette hilfreich sein könnte gegen „lange Kerle” wie Heiko Westermann.

Da aber Mato Jajalo neben Petit gegen Hannover sehr überzeugend auftrat, dürfte er den Vorzug erhalten. „Mato und Petit haben ein sehr starkes Spiel gemacht”, deutet Schaefer diese Lösung an. Erstmals nach seinem Muskelfaserriss wieder Adam Matuschyk wieder im Kader.

Ein ordentliche Portion Selbstbewusstsein nehmen sie mit ins Hamburger Spiel, die Rheinländer. Auswärts übrigens hat Novakovic in dieser Saison noch nicht getroffen...

Voraussichtliche Aufstellung: Rensing - Brecko, Mohamad, Pezzoni, Eichner - Jajalo, Petit - Peszko, Podolski, Clemens - Novakovic
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert