Festung statt Schießbude: Gladbachs neue Tugend

Von: Morten Ritter, dpa
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Archivbild: Vor dem dritten Aufeinandertreffen mit Bayer innerhalb von fünf Monaten präsentiert sich die Mannschaft um Trainer Michael Frontzeck wieder gefestigt und will das Image von der Schießbude der Liga ablegen. Foto: dpa

Mönchengladbach. Es war das torreichste Spiel der Hinrunde, ein großes Spektakel mit herrlichen Treffern und der Beginn des Absturzes von Borussia Mönchengladbach in der Fußball-Bundesliga.

Nach dem 6:3-Erfolg in Leverkusen schwärmten Fans und Fußballfreunde von der Spielkunst der Borussen, doch für Trainer Michael Frontzeck kam diese Galavorstellung viel zu früh. „Die Mannschaft dachte, sie könne alles spielerisch lösen”, meinte der Borussen-Coach. Doch das war eine Fehleinschätzung. Danach folgten neun Spiele ohne Sieg und der tiefe Fall ans Tabellenende.

Vor dem dritten Aufeinandertreffen mit Bayer innerhalb von fünf Monaten präsentiert sich das Tabellenschlusslicht wieder gefestigt und will das Image von der Schießbude der Liga ablegen. Mit 47 Gegentreffern in der Hinrunde war die Defensivarbeit der Gladbacher katastrophal schlecht. Die personelle Neuaufstellung im Winter hat sich bislang ausgezahlt. In den Testspielen und im ersten Spiel der Rückrunde in Nürnberg (1:0) blieb das Team ohne Gegentor.

Dabei standen die neuverpflichteten Martin Stranzl und Havard Nordtveit als Abwehrorganisatoren im Mittelpunkt. „Man hat gesehen, dass sie uns sofort helfen können und dass es ein Vorteil ist, wenn man diese Hinrunde nicht hautnah miterlebt hat”, befand Rechtsverteidiger Tobias Levels. Auch Frontzeck war mit der Vorstellung seiner Neuzugänge zufrieden. „Alle drei haben sich nahtlos eingefügt”, meinte der Borussen-Coach. Dritter im Bunde ist Angreifer Mike Hanke, der am Siegtreffer in Nürnberg maßgeblich beteiligt war.

Mit den neuen Kräften und dem verbesserten Torhüter Christofer Heimeroth, der sich zuletzt als „Elfmeterkiller” auszeichnen konnte, strebt der Tabellenletzte am Sonntag (15.30 Uhr) den dritten Erfolg gegen das Bayer-Team an. Neben dem Hinrundensieg setzten sich die Gladbacher auch im DFB-Pokal nach Elfmeterschießen gegen Leverkusen durch (6:5). „Wir haben in dieser Saison zwei sehr gute Spiele gegen Leverkusen gemacht, aber wir müssen am Wochenende wiederum eine außergewöhnliche Leistung bringen, um sie erneut zu schlagen”, sagte Borussias Trainer.

Dabei könnte der lange verletzte Abwehrchef Dante auch wieder helfen. Nach einem Teilabriss des Innenbandes im Knie feierte der Brasilianer am Dienstag im U 23-Team der Borussen sein Comeback. „Ich fühle mich gut, habe keine Schmerzen und bin zufrieden”, sagte der Innenverteidiger, der in der vergangenen Saison zu den Stützen des Teams zählte, in dieser Spielzeit aber bislang nur auf fünf Einsätze kam.
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