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Erster Teilerfolg für Kölner Fan-Initiative

Von: dpa
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Köln. Die Fan-Initiative „fc-reloaded” hat in der Auseinandersetzung mit der Chefetage des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln einen ersten Teilerfolg errungen.

Nach tagelangen Auseinandersetzungen wird der Verein die Adressen aller FC-Mitglieder an einen Treuhänder übergeben. „fc-reloaded” möchte die Mitglieder informieren und eine außerordentliche Mitgliederversammlung erwirken, um eine umfassende Satzungs- und Strukturreform herbeizuführen. Für die Einberufung der Versammlung ist die Unterstützung von 7500 der 38.000 stimmberechtigten FC-Mitglieder nötig.

Für neuen Unmut sorgte jedoch die Entscheidung der Vereinsführung, die Daten an einen anderen als den von der Initiative vorgeschlagenen Treuhänder weiterzuleiten. Zudem kritisierte „fc-reloaded” via Internet die Gedankenspiele der Clubführung, den Mitgliedern die Möglichkeit einzuräumen, Widerspruch gegen die Herausgabe ihrer Adressen einzulegen: „Es zeigt sich an diesen Tricksereien erneut, dass die Vereinsführung offensichtlich geradezu panische Angst davor hat, die Mitglieder unbeeinflusst und frei entscheiden zu lassen, was sie von den Zielen unserer Initiative halten.”

Die Initiative um Anwalt Stefan Müller-Römer unterbreitete dem Verein einen Kompromissvorschlag: „Wir setzen ein Schreiben an die Mitglieder mit den Zielen unserer Initiative auf, dass der Verein dann unter unserer Aufsicht an alle Mitglieder versendet. So müssen die Adressen gar nicht an uns herausgegeben werden und es wird kein unnötiges Geld verschwendet.”

Zu den Zielen von „fc-reloaded” gehört unter anderem die Gründung eines aus sechs Personen bestehenden Mitgliederbeirates. Zwei Vertreter dieses Gremiums sollen dem Verwaltungsrat angehören. Damit soll ein stärkeres Mitspracherecht der Vereinsmitglieder sichergestellt werden.

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