Entspannte Borussen und die Erinnerung an Colauttis Treffer

Von: Heribert Förster
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Mönchengladbach. Der viertletzte Spieltag in der Fußball-Bundesliga, und Borussia Mönchengladbach muss sich mit dem FC Schalke 04 auseinandersetzen. Ein Sieg muss her, sonst sieht es für die Elf vom Niederrhein böse aus, der Klassenerhalt würde in weite Ferne rücken.

So wars in der Saison 2008/09, und mit dem 1:0 durch Roberto Colauttis Treffer in der 90. Minute, der den Borussia-Park erbeben ließ, machte Mönchengladbach einen wichtigen Schritt in die erstklassige Zukunft.

Vor diesem Spiel war die Nervosität zum Greifen, vor dem heutigen viertletzten Saisonspiel ist sie - entspannt. Sehr entspannt. „Wir freuen uns allein schon wegen der Rahmenbedingungen auf dieses Spiel”, sagt der - entspannte - Trainer Michael Frontzeck vor der Partie in der mit über 61.000 Zuschauern ausverkauften Arena AufSchalke.

Schon lange nicht mehr in der ersten Liga hat die Borussia, auch wenn rein rechnerisch noch ein Pünktchen fehlt zum amtlichen Klassenerhalt, die letzten vier Spiele einer Saison als Genuss erleben dürfen. Hier liegt auch die vielleicht einzige Gefahr: Besteht nach dem „So-gut-wie-sicher-Klassenerhalt” die Gefahr, dass ein paar Prozentpünktchen fehlen bei der Konzentration, beim Willen, bei der Kampfkraft?

„Nur ein Sieg zählt”

Man wird es sehen, aber klar ist: Borussia trifft auf einen Gegner, der den gleichen Druck verspürt, den die Gladbacher vor einem Jahr hatten - gewinnen zu müssen. „Nur ein Sieg zählt”, sagt S04-Trainer Felix Magath, der allein seiner Mannschaft noch zutraut, den Bayern die Meisterschale zu stibitzen.

Die Rollen sind klar verteilt, „aber uns ist die Außenseiterrolle nicht unangenehm”, verkündet Michael Frontzeck, und blickt zurück. „Trotz nur zehn Punkten auf des Gegners Platz haben wir uns oftmals gut präsentiert.” Die Liste des Trainer ist recht lang, „bei einem halben Dutzend Spiele hätten wir gut und gerne als Gewinner vom Feld gehen können”. Der Trainer denkt an die verlorenen Begegnungen in Mainz, München und Leverkusen, an die nur mit einem Zähler belohnten Auftritte in Bochum, Hoffenheim und Köln.

In die Arena werden am Samstag um 15.30 Uhr die elf Spieler auflaufen, die bei der wohl besten Saisonleistung am vergangenen Freitag gegen Eintracht Frankfurt die Fans ähnlich verzückt haben wie Robert Colautti mit seinem späten Tor vor knapp elf Monaten. Zum einen sind alle fit, zum anderen gibt es für Michael Frontzeck überhaupt keinen Grund, Änderungen vorzunehmen.

Voraussichtliche Aufstellung: Bailly - Levels, Brouwers, Dante, Daems - Bradley, Marx - Reus, Arango - Matmour, Bobadilla
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