Ein dankbarer Kölner Torjäger

Von: Christiane Mitatselis
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Ein Tänzchen in Ehren..... Lu
Ein Tänzchen in Ehren..... Lukas Podolski (links) und Milivoje Novakovic, prächtig harmonierendes Kölner Torjäger-Duo. Foto: imago/Hardt

Köln. Milivoje Novakovic hat eine aufwühlende Zeit hinter sich. In den ersten Monaten der Bundesliga-Saison 2010/11 kam der slowenische Torjäger des 1. FC Köln kaum zum Einsatz. Sein damaliger Trainer Zvonimir Soldo setzte nur eine Sturmspitze ein. Und die hieß meistens Lukas Podolski.

Dann kam Frank Schaefer, er löste Soldo Ende Oktober ab und wollte Novakovic nicht weiter auf der Bank verkümmern lassen. Der frühere Jugend- und Amateurtrainer des FC vollbrachte etwas, das kaum jemand für möglich gehalten hätte: Er formte aus den beiden Offensiv-Kräften, die als inkompatibel galten, eines der besten Sturmduos der Liga. Auf 19 Treffer kommen die beiden zusammen. Novakovic ist Schaefers Sturmspitze, hinter ihm greift Podolski an.

Novakovic ist seinem Trainer sehr dankbar. „Es war nicht leicht für mich”, sagte er vor dem Heimspiel des 1. FC Köln gegen Hannover 96 am Freitag (20.30). „Frank Schaefer ist ein guter Trainer, wir verstehen uns gut mit ihm. Er hat eine Chance verdient.”

Deshalb, sagte Novakovic weiter, würden er und seine Teamkollegen alles tun, um den Klassenerhalt zu schaffen. Erst wenn die FC-Spieler dies vollbracht haben, so die offizielle Vereins-Doktrin, wird Schaefers Vertrag als Profitrainer verlängert. Zudem geht es Novakovic darum, das Publikum weiterhin „glücklich zu machen”. Der FC hat fünf Heimspiele in Serie gewonnen. Trotz aller Euphorie will Novakovic aber nicht abheben. „Wir werden Hannover bestimmt nicht unterschätzen”, sagte der 31-Jährige, der auch gegen Hannover zusammen mit Podolski stürmen wird. Der Nationalspieler hat seine Wadenprellung auskuriert.

Schaefer setzt vor der Partie gegen den Tabellen-Dritten seinerseits auf die neu erlangte Heimstärke seines Teams und das damit verbundene Selbstbewusstsein. „Wir wollen unter Beweis stellen, dass es gute Gründe dafür gibt, dass wir fünf Heimspiele gewonnen haben”, sagte Schaefer, der den „nächsten Kraftakt” erwartet. „Wir werden wieder ohne Ende investieren müssen.” Hannover ist für Schaefer „das Überraschungsteam schlechthin”. Ihn beeindruckt es, wie „kompakt und aggressiv” die 96er auftreten.

Da Martin Lanig in Dortmund seine zehnte Gelbe Karte kassiert hat, muss Schaefer sein Team wieder einmal umstellen. Der Kroate Mato Jajalo wird von der rechten Außenposition ins defensive Mittelfeld wechseln. Der Pole Slawomir Peszko soll nach auskuriertem Muskelfaserriss wieder auf dem rechten Flügel zum Einsatz kommen.

Voraussichtliche Aufstellung: Rensing - Brecko, Mohamad, Pezzoni, Eichner - Jajalo, Petit - Peszko, Podolski, Clemens - Novakovic
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