Köln - Die „Zwillinge” als Kölner Erfolgsbasis?

CHIO-Header

Die „Zwillinge” als Kölner Erfolgsbasis?

Von: Günter Kirschbaum
Letzte Aktualisierung:
Mehr als ein Wasserträger? KÀ
Mehr als ein Wasserträger? Kölns neuer Innenverteidiger Henrique Sereno Fonseca, kurz Foto: imago/Revierfoto

Köln. Nach dem Abschlusstraining hat Stale Solbakken das entscheidende Gespräch mit Lukas Podolski geführt. „Es geht”, sagte der Stürmer. „Ich kann spielen.”

Der Trainer des 1. FC Köln nahm die Nachricht, dass sein Star die Infektion überwunden hat, mit Erleichterung auf. Also stieg der 26-Jährige Freitagnachmittag mit ins Flugzeug nach Hamburg. Dort will die Mannschaft am Samstag mit einem Sieg beim HSV den Weg heraus aus dem Tabellenkeller antreten. „Wenn unser Spiel die Qualität hat wie gegen Kaiserslautern”, glaubt Solbakken, „dann haben wir gute Chancen auf die drei Punkte.”

Der Letzte tritt beim Vorletzten an. Was am vierten Spieltag noch nicht viel besagen muss. Doch beide Klubs stehen schon unter Druck und brauchen dringend sportlichen Erfolg. Stale Solbakken beunruhigt das nicht. Der Norweger glaubt unerschütterlich, dass sein Weg mittel- und langfristig der einzig richtige ist. Und mittlerweile versteht ein Großteil der Mannschaft, was der Trainer verlangt.

Nun sprechen neun Gegentreffer in drei Bundesligaspielen nicht gerade von einer stabilen Defensive. Doch da soll Henrique Sereno, die letzte Neuerwerbung im Verbund mit Kapitän Pedro Geromel, für Abhilfe sorgen. Der Portugiese soll sein Hauptaugenmerk auf Mladen Petric legen, der gegen den FC bisher immer getroffen hat. „Petric ist sehr gut im Strafraum”, weiß Solbakken. Deshalb hatte der Coach am Donnerstag auch eine ausführliche Videoanalyse angesetzt. „Und weil Sereno nicht blind ist, weiß er jetzt, wie gefährlich Petric ist.”

Die Leihgabe vom FC Porto ist in der Innenverteidigung neben Geromel gesetzt. „Er ist schnell, hat mit Pedro schon zusammengespielt und beide haben das gleiche taktische Verständnis”, betont Solbakken. Es kommt schließlich nicht von ungefähr, dass man Geromel und Sereno in ihrem gemeinsamen Jahr in Guimarães „Zwillinge” nannte. Restzweifel hat der Coach bei Sereno allerdings noch. „Er ist körperlich superfit”, hat der Norweger in dieser Woche erkannt. „Aber vielleicht ist er noch nicht spielfit.” Was er damit meint: Sereno hat derzeit noch wenig Spielpraxis. Während der Saisonvorbereitung beim FC Porto kam der Portugiese ganze drei Halbzeiten zum Einsatz.

Solbakken hatte sich am Freitag noch nicht entschieden, welche Formation die Punkte beim HSV holen soll. Viele Veränderungen gegenüber der Elf, die gegen Kaiserslautern auflief, wird es aber kaum geben. Andrezinho wird den kranken Linksverteidiger Christian Eichner ersetzen, Mato Jajalo auf den Flügel wechseln, Sereno Kevin McKenna ablösen und Podolski seine angestammte Position hinter Milivoje Novakovic einnehmen.

Endgültig beendet ist das Theater um einen Wechsel von Lukas Podolski. Als nach Galatasaray Istanbul auch der FC Arsenal seinen Hut in den Ring geworfen hatte, traf sich die Kölner Führungsriege und zog den Schlussstrich. Der umworbene Spieler hat es offenbar akzeptiert. „Lukas ist absolut klar im Kopf”, sagt Solbakken.

Voraussichtliche Aufstellung: Varvodic - Brecko, Sereno, Geromel, Andrezinho - Peszko, Lanig, Riether, Jajalo - Podolski - Novakovic
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert