Mönchengladbach - Die Rückkehr des „Vergnügungsmeisters”

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Die Rückkehr des „Vergnügungsmeisters”

Von: Bernd Schneiders
Letzte Aktualisierung:
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Feingefühl: Borussias Edeltechniker Juan Arango kehrt heute gegen Mainz in die Startelf zurück. Foto: imago/Uwe Kraft

Mönchengladbach. Nein, Michael Frontzeck hat Georg Vievers keinen Fuffi zugesteckt. Und den Auftrag hat der Chef-Platzwart des Borussia Parks auch nie vom Mönchengladbacher Trainer erhalten: Die Berieselungsanlage des Spielfeldes vor dem Anpfiff gegen Mainz 05 Amok laufen zu lassen und den Rasen zu fluten.

Anlass dazu hätte Frontzeck durchaus. Denn die Marschroute, die der Mönchengladbacher seinen Offensivliebhabern speziell nach den Rückschlägen im Anschluss nach dem 6:3-Erfolg in Leverkusen mitzugeben pflegt, wurde durch die Müngersdorfer Seenplatte zwanghaft umgesetzt. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen, erst der Kampf und dann die fußballerischen Leckerbissen.

Die wässrige Vorarbeit wäre am Samstag womöglich doppelt nötig. Borussias „Vergnügungsmeister” ist zurück: Juan Arango hat seine Rotsperre abgesessen. Der Edel-Techniker ist zweifelsfrei Gladbachs bester Fußballer. Michael Frontzeck aber ist bemüht, auch dessen neue „andere” Seite nachzuweisen. Mittlerweile habe sich der Linksfuß auch in Borussias Defensiv-Arbeit eingegliedert. Ein begrüßenswerter und notwendiger Integrationsakt des Venezolaners. Denn speziell seine linke Seite war (zu) oft Mönchengladbachs Einfallstor für torvorbereitende Vorstöße des Gegners.

Gefördert wurde diese Anfälligkeit häufig obendrein noch von Hintermännern, die sich gerade nicht unbedingt im Zenit ihrer Schaffenskraft befanden. Filip Daems zum Beispiel, der dann mit Arango ein Gegentore unterstützendes Gespann bildete. Als es zarte Hinweise auf Besserung gab, musste Gladbachs Kapitän wegen der Verletzungen/Rotsperre von Dante und Roel Brouwers in die Innenverteidigung einrücken.

Das neue Gespann hieß ab dem Wolfsburg-Spiel Schachten/Arango. Ein durchaus gelungenes Debüt, das allerdings bereits im Match drauf in Hoffenheim durch Arangos Fehl-Tritt auseinandergerissen wurde. Der Wiedervereinigung am Samstag, nach einem 120-minütigen Zwischenspiel im Pokal gegen Leverkusen, sehen einige Skeptiker mit Sorgen entgegen. Zumal sich Schachten wohl verstärkt mit André Schürrle auseinandersetzen muss. Sebastian Schachten genehmigte sich im letzten Heimspiel gegen die Bayern ein 45-minütiges Formtief, bevor Frontzeck ihn erlöste und die Mannschaft durch seine Auswechslung vor größerem Schaden bewahrte.

Die Verletzungsseuche in der Innenverteidigung spülte den Schlaks beim Derby zurück ins Team. Beim 4:0 gliederte er sich ohne erkennbare mentale Alt-Schäden in die bravourös um den zweiten Dreier und ersten Zu-Nuller kämpfende Mannschaft ein. Da aber mit dem ebenfalls eingewechselten Idrissou als Vordermann. „Wir dürfen nicht von der ersten Minute an versuchen, mit Mainz Fußball zu spielen”, mahnt Frontzeck erneut an. Arango muss sich das mehr als andere verkneifen. Auch ohne Wasser-Hilfe.

Voraussichtliche Aufstellung: Heimeroth - Levels, Anderson, Daems, Schachten - Marx, Bradley - Reus, Arango - Bobadilla, de Camargo


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