Mönchengladbach - Die Konzentration gilt ab 17.15 Uhr dem FC Hanau 1893

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Die Konzentration gilt ab 17.15 Uhr dem FC Hanau 1893

Von: Bernd Schneiders
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Mönchengladbach. Gerne tingeln Klubs nach der Saison übers Land, um durch Freundschaftsspiele die einnahmenfreie, aber weiterhin kostenintensive Zeit der Sommerpause abzufedern.

Bei Borussia Mönchengladbach hätte es sich diesmal besonders gelohnt: Der Traditionsklub hat nach langen Jahren der Dürre die Anhänger mal wieder mit vielen Siegen und attraktiven Spielen begeistert. Das gestiegene Ansehen aber wird nicht in klingende Münze umgesetzt. Lediglich ein Spiel am Donnerstag nächster Woche beim FC Hanau 1893 steht zwischen den Favre-Schützlingen und ihrem Urlaub.

Hauptsponsor Postbank zeichnet sich verantwortlich für diesen Saisonausklang gegen den traditionsreichen Siebtligisten - offiziell. Inoffiziell wird das Spiel extra für Lucien Favre veranstaltet. Nach dem Spiel gegen Augsburg wurde der Trainer - Vertrag bis 2013 - wieder mal nach seiner Zukunft gefragt. Seine Standard-Antwort: „Ich konzentriere mich nur auf Mainz.”

Fluchtpunkt Bundesliga: Dieser Ausweg dürfte dem 54-Jährigen am Samstag in der Mainzer Arena schwerfallen. Es ist das letzte Punktspiel. Und so sicher wie ein Hans Meyer ein Interview nicht ohne die Redewendung „Gehen Sie mal davon aus...” geben kann, so wird auch irgendwann ab 17.15 Uhr die Frage kommen, „Herr Favre, sehen wir Sie in der nächsten Saison als Trainer der Borussia?” Dank des Siebtligisten kann Favre nun leichten Herzens erneut abwiegeln: „Ich konzen-triere mich nur auf Hanau...”

Lehrstunde für Favre

Dabei können Treffs mit Journalisten für den so akribisch arbeitenden Schweizer durchaus gewinnbringend sein. Auf der Pressekonferenz zum bedeutungslosen Spiel schaute der Borussen-Trainer zwei Mal Pressesprecher Markus Aretz mit großen Augen an. Er sei bei Leverkusen im Gespräch und Claudio Pizarro bei Mönchengladbach. „Das wusste ich nicht”, sagte Favre fast vorwurfsvoll zu Markus Aretz. Pressekonferenz einmal umgedreht: Der Trainer wird informiert. Eine Variante, die sich bei Borussia Mönchengladbach anbietet. Ob denn im letzten Spiel der Saison er, Favre, etwas mehr riskieren wolle? „Ich habe meine Mannschaft im Kopf, aber darüber möchte ich nicht sprechen.” Eigentlich geht es nur um eine Personalie: Wer übernimmt für den verletzten Harvard Nordtveit die zweite Sechser-Position? Der einzig gelernte und fitte Akteur durfte nach der Verletzung des Norwegers gegen Augsburg nicht ran und heißt Tolga Cigerci. „Es ging schließlich um den vierten Platz”, begründete Favre den Einsatz von Alexander Ring, einem Mann für die rechte Seite.

Platz 4 ist nun gesichert, Platz 3 verpasst. Doch die Risikobereitschaft scheint sich bei dem Schweizer weiterhin in Grenzen zu halten. „Ich kann nicht die ganze Mannschaft wechseln. Wir sind Profis und wollen sehr seriös spielen.”

Schlechte Aussichten für Cigerci, der aus Wolfsburg floh, weil er dort nicht auf der Bank oder gar Tribüne versauern wollte. In Mainz kann Favre wieder auf Martin Stranzl nach abgesessener Gelbsperre zurückgreifen. Damit hat er eine weiter Alternative zum Ring-Tausch: Stranzl hinten rechts, und Tony Jantschke rückt erneut vor die Abwehr. Es bliebe für den ehemaligen Wolfsburger nur der karge Hinweis seines Trainers: „Es wird ein paar Auswechslungen geben.” Maximal drei.

Voraussichtliche Aufstellung: ter Stegen - Stranzl, Brouwers, Dante, Daems - Jantschke, Neustädter - Herrmann, Arango - Reus, Hanke
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