Die Kehrseite der Transfermedaille

Von: Bernd Schneiders
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Logan Bailly
Torhüter Logan Bailly. Foto: imago/siwe

Mönchengladbach. Am Mittwochmittag wurde das abschließende Mannschaftsfoto geschossen. Das signalisiert: Es wird keine weiteren Transfers mehr geben - hin zu Borussia. Die große Langeweile ist für Sportdirektor Max Eberl dennoch nicht ausgebrochen.

Es geht um die Kehrseite der Neuverpflichtungen: Der Kader muss gelichtet werden Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor telefoniert die Glasfasern und Mobilfunk-Antennen heiß: Gleich drei Profis gilt es, an den Verein zu bringen. Gal Alberman, Paul Stalteri und Jan-Ingwer Callsen-Bracker.

Fünf Tage bleiben noch bis zum Ende der Transferperiode. „Es gibt Vereine, die interessiert sind”, verkündet Max Eberl. Mehr wollte er nicht verraten. „Das ist ein schwebendes verfahren”, grinste er. Doch der Markt sei schwieriger geworden, speziell für mittelmäßige Bundesligaspieler. Heißt auch übersetzt: Die Spieler, die abgegeben werden sollen, wollen sich finanziell nicht allzu sehr verschlechtern. Doch der Borussen-Manager weiß das und ist dennoch optimistisch. „Es muss ein Gesamtpaket geben.” Und das soll bei „allen drei Parteien die Schmerzen lindern”. Also: Der Spieler freundet sich damit an, weniger zu verdienen, Borussia damit, weniger oder gar nichts zu bekommen, dafür aber einen Profi von der Gehaltsliste streichen zu können, und der neue Verein gibt doch noch etwas mehr als ursprünglich signalisiert.

Der Kader für das Spiel am Sonntag bei Bayer Leverkusen könnte auch anders aussehen als geplant. Igor de Camargo, der nach seiner Verletzung womöglich erstmals auf der Ersatzbank hätte Platz nehmen können, ist im Training umgeknickt. Diagnose: Kapselverletzung - Er wird am Sonntag gegen Bayer nicht im Kader sein können. Karim Matmour hat obendrein Probleme mit der Achillessehne und könnte ebenfalls ausfallen. Die gute Nachricht: Die Chancen, dass Logan Bailly in der BayArena das Tor hütet, sind gewaltig gestiegen. Der medizinischen Abteilung Borussias ist es gelungen, „eine Blockade zu lösen”, berichtete Trainer Michael Frontzeck. „Es war eine nervliche Geschichte, zum Glück nichts am Knochen.”

Nicht verkehrt für ein Spiel, zu dem Mönchengladbach laut Frontzeck „als Außenseiter”, fährt. „Und das nehmen wir gerne an.” Der Gladbacher Coach hat Bayer beim Sieg in Dortmund beobachtet und ist entsprechend beeindruckt. Quintessenz: Frontzeck hält die Leverkusener für noch stärker. Das hängt auch mit der Rückkehr von Michael Ballack zusammen. „Er ist einer der besten Mittelfeldspieler. Und obendrein noch torgefährlich.” D

en Rummel, um sein Kapitänsamt in der Nationalmannschaft verstehe er nicht. „Das kann ich nicht nachvollziehen. Er war bis zu seiner Verletzung Kapitän. Jetzt ist er zurück und nach wie vor eine Galionsfigur.” Zu Ballack gesellt sich mit Arturo Vidal „einer der besten Zweikämpfer der Liga”. Eine große Herausforderung also auch fürs Gladbacher Mittelfeld, das nach der eher bescheidenden Vorstellung gegen Nürnberg, speziell durch Thorben Marx, etwas gutzumachen hat.

Hauptsponsor verlängert Vertrag mit Borussia

Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach und Hauptsponsor Postbank haben sich auf eine weitere Partnerschaft geeinigt. Wie der Bundesligaclub am Donnerstag mitteilte, wurde der seit 2009 bestehende Vertrag vorzeitig bis 2013 verlängert. Die Zuwendungen dürften geschätzte vier Millionen Euro pro Spielzeit betragen. „Nach dem ersten Jahr unserer Kooperation ist das die Bestätigung dafür, dass der von uns eingeschlagene Weg der richtige ist”, sagte Borussias Präsident Rolf Königs.
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