Mönchengladbach - Die Borussia und das Einmaleins des Spiels

Die Borussia und das Einmaleins des Spiels

Von: Heribert Förster
Letzte Aktualisierung:

Mönchengladbach. Mathe-Nachhilfe statt Literatur-Aufbaukurs: In dieser Woche beschäftigten sich die Borussen mal wieder mit dem Einmaleins des Fußballs. Ordnung herstellen und halten, eine gewisse Aggressivität im Zweikampfverhalten zeigen, auch mal den leichten Weg wählen statt die „große” fußballerische Lösung zu suchen.

Mit den Worten von Mönchen- gladbachs Trainer Michael Frontzeck: „Wir haben die Dinge aufgearbeitet und sind gut vorbereitet.”

Die Erwartungen und ein Roman

Gut vorbereitet auf die Bundesliga-Partie beim VfB Stuttgart am Samstag (15.30). Gut vorbereitet waren die Mönchengladbacher auch auf die Partie gegen Eintracht Frankfurt vor einer Woche. Zu sehen war nichts davon, vielleicht auch, weil die Erwartungen nach dem 6:3-Triumph in Leverkusen mancherorts schon ganz schön hoch geschraubt waren. Zwei Wochen lang wurde berichtet über den furiosen Sieg, der junge Außenstürmer Patrick Hermann, 19, schon Bundestrainer Joachim Löw ans Herz gelegt, und Frontzeck las 14 Tage lang den „Fortsetzungsroman über die neue Fohlenelf”.

Spätestens nach dem 0:4 gegen Frankfurt hatten die literarischen Schlagzeilen ausgedient. Und Frontzeck hielt es wie nach dem Sieg in Leverkusen auch mit der Niederlage gegen Frankfurt, „man sollte nicht mehr draus machen als es war”.

Dass Borussias Spieler lernfähig sind, haben sie nach dem ausbaufähigen 1:1 zum Saisonstart gegen Nürnberg acht Tage später in der BayArena gezeigt. Prognosen, ob das Einmaleins wieder sitzt, sind indes schwer möglich. So ausgeglichen wie die Liga sich präsentiert, scheint jedes Ergebnis möglich. Wer auf Gladbachs Sieglos-Serie verweist - von den letzten acht Bundesliga-Duellen hat die Borussia gegen den VfB keines gewonnen - darf an Gladbachs ehemalige Sieglos-Serie in Leverkusen erinnert werden.

Und wer hofft, Stuttgart habe durch die kurze Pause nach dem Europa-League-Spiel am Donnerstag vielleicht konditionelle Probleme, muss nur an die Partie im März erinnert werden, als Wolfsburg keine 48 Stunden nach einem Europapokal-Spiel im russischen Kasan den Borussia-Park mit 4:0 stürmte...

Das 3:0 gegen die Young Boys Bern am Donnerstag empfand Stuttgarts Serdar Tasci ähnlich „wie eine Therapie”. Und Trainer Christian Gross sagte ganz nüchtern nach dem ungefährdeten Sieg: „Jetzt müssen wir bestätigen, dass die Sache Signalwirkung für den Samstag hat.”

Voraussichtliche Aufstellung: Bailly - Levels, Brouwers, Dante, Daems - Marx, Bradley - Hermann, Reus, Arango - Idrissou
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