Aachen/Mönchengladbach - Die Borussia auf dem Tivoli: „Das wird ein geiles Spiel”

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Die Borussia auf dem Tivoli: „Das wird ein geiles Spiel”

Von: Klaus Schmidt
Letzte Aktualisierung:

Aachen/Mönchengladbach. Sascha Rösler war noch „leicht angeschlagen” nach der Party nachts zuvor, die sein Freund Thomas Stehle anlässlich seiner Heirat geschmissen hatte.

Die Auslosung der 1. DFB-Pokal-Runde befand sich schon nicht mehr auf dem Radar von Alemannia Aachens Rückkehrer, schließlich bekam Rösler es am Samstagabend doch noch mit, dass sein Ex-Verein Borussia Mönchengladbach zwischen dem 17. und 20. August am Tivoli vorfährt. „Super. Ich hatte mir Gladbach oder Köln gewünscht - bloß nicht Düsseldorf”, da kommt er gerade her.

Die Borussia in Aachen: Kein Los hätte wohl attraktiver sein können. Schnell wurden Erinnerungen wach an die beiden Pokal-Kämpfe in den Achtziger Jahren, die der Bundesligist gewann. Und natürlich an das Halbfinale 2004, Alemannias Einzug ins Berliner Endspiel (1:0) und die „Hand Mbwandos” im Strafraum, die Schiedsrichter Steinborn übersah.

„Das wird ein geiles Spiel”, jubelte Kristoffer Andersen, ein weiterer Ex-Gladbacher im Alemannia-Trikot „mit guten Erinnerungen”: Als Duisburger schoss er Borussia schon mal aus dem Wettbewerb. „Sportlich ist das natürlich nicht gerade einfach”, ahnt Aachens Coach Ralf Aussem, „aber genau der richtige Gegner, um das Stadion vollzukriegen.” Außerdem: Alemannia hat bis zum Pokal-Termin schon fünf Liga-Spiele hinter sich, „wir werden dann schon einen gewissen Rhythmus haben”.

Sportlich gibt es kaum eine interessantere Partie als das West-Derby, da liegt Alemannias Finanz-Geschäftsführer Frithjof Kraemer wohl richtig. Die Hoffnung, als Live-Spiel im Free-TV zu landen, könnte jedoch platzen: „Öffentlich-rechtlich” wird erfahrungsgemäß am Montag gespielt; für den Dienstag und Mittwoch darauf sind allerdings die Play-offs zur Champions League mit Gladbacher Beteiligung angesetzt. Kraemer will die Lage der Dinge „gleich zu Wochenbeginn prüfen”.

In Mönchengladbach hielt sich die Begeisterung über das Los in Grenzen. „Wieder mal haben wir von der Papierform eines der schwersten Lose erwischt”, sagte Borussias Sportdirektor Max Eberl. Der Derby-Charakter mache die ganze Sache „sicherlich nicht einfacher, zumal Aachen als Absteiger die Chance auf einen Neustart und den Saisonstart zu diesem Zeitpunkt bereits hinter sich hat”. Der Halbfinal-Einzug in der letzten Saison habe jedoch die Lust auf Wiederholung geweckt: „Dafür müssen wir zunächst diesen Gegner besiegen, was schwer genug wird.”

Der Kollege Uwe Scherr richtet sich unterdessen in der Rolle des „gnadenlosen Außenseiters gegen einen voraussichtlichen Champions-League-Teilnehmer” ein. „Wir wagen nicht, an die zweite Runde zu denken.”
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