Detaillierte Vorbereitung folgt nach dem Spiel

Von: Roman Sobierajski
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Gehört wieder zur Kölner Tra
Gehört wieder zur Kölner Trainingsgruppe: Und Ammar Jemal könnte nach seinen Auftritten für Tunesien beim Africa-Cup gegen Hamburg auch gleich in die Startelf Foto: imago/Herbert Bucco

Köln. Kölns Trainer Stale Solbakken hat sich - wie immer - akribisch vorbereitet: „Ich habe Aufnahmen aus dem Fernsehen angeschaut, Videos gesehen und mit Leuten gesprochen, die das schon mitgemacht haben”, listet der Norweger auf.

Trotzdem muss der 43-Jährige eingestehen, dass die taktische Marschrichtung noch nicht feststeht: „Nein, über die Karnevalssitzung am Montag habe ich mir keine konkreten Gedanken gemacht. Das Spiel am Sonntag gegen Hamburg (17.30 Uhr) steht eindeutig im Vordergrund.”

Die Vorbereitung auf die Bundesliga-Begegnung dürfte auch um einiges komplizierter sein als Kamelle fangen und Bützchen werfen, auch wenn die drei Punkte aus dem Spiel in Kaiserslautern zunächst einmal Ruhe in das FC-Narrenhaus gebracht haben. „Hamburg ist viel besser, als es die Tabellensituation hergibt”, lobt Solbakken die Arbeit des HSV-Kollegen Thorsten Fink. „Die Mannschaft spielt viel ballorientierter als noch in der Hinrunde, und der Hamburger SV kann auf jeder Position Qualität durch Qualität ersetzen.”

Zudem hat Thorsten Fink seine Spieler dahin gebracht, dass sie situationsabhängig in andere taktische Systeme wechseln können. Eine Variante hat es Solbakken, der den HSV in den letzten drei (!) Spielen beobachtet hat, besonders angetan: „Die defensiven Mittelfeldspieler lassen sich zwischen die Innenverteidiger zurückfallen, dafür rücken die Außen weit auf. Jansen ist zwar nicht der beste Dribbler der Welt, dafür kann er im Zusammenspiel mit Aogo viel Druck erzeugen, und beide Stürmer sind für ein Tor gut”, listet Solbakken auf - und ergänzt grinsend: „Dann werden wir uns wohl wieder auf viele Flankenbälle einstellen müssen.”

Dieser Gefahr kann der 43-Jährige allerdings personell etwas entgegensetzen, auch wenn der etatmäßige Rechtsverteidiger Miso Brecko immer noch gesperrt ausfällt: „Ammar Jemal ist zurück vom Africa-Cup und in der Bundesliga einsetzbar. Und Kevin McKenna hat erneut seine Kopfballstärke bewiesen, obwohl ihm der Platz in Kaiserslautern nicht entgegenkam.”

Auch wenn Lukas Podolski erst am Wochenende wieder mit leichtem Training anfängt („Sein Ziel ist, für das Spiel gegen Leverkusen wieder fit zu sein”), ist der Kölner Chefcoach sehr zufrieden mit der Entwicklung, die Torjäger Milivoje Novakovic nach seiner dreimonatigen verletzungsbedingten Auszeit genommen hat: „Gegen Wolfsburg hätte er mit seiner Großchance schon der Heroe werden können, gegen Kaiserslautern hat er dann nicht darauf gelauert, unbedingt den zweiten Treffer zu erzielen, sondern hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt”, listet Solbakken seine Eindrücke auf. „Für das kommende Spiel habe ich ihm gesagt, dass er sich keinen Druck machen soll, unbedingt ein Tor zu erzielen, sondern wieder für die Mannschaft arbeiten soll.” Trotzdem soll die FC-Elf auch gegen Hamburg zeigen, „dass wir auch ohne Lukas Podolski torgefährlich sind und Chancen kreieren können”, was zuletzt der kurz zuvor eingewechselte Odise Roshi mit seinem Siegtor in Kaiserslautern gezeigt hat.

Klappt der Plan erneut, wäre vielleicht auch weniger Druck auf den FC-Verantwortlichen, die dem Kölner Prinzen trotz des Ausstiegs aus den vorzeitigen Vertragsverhandlungen am Jahresende wohl in naher Zukunft ein nachgebessertes Vertragsangebot vorlegen wollen: Kolportiert wird ein Jahresgehalt von fünf Millionen Euro und eine Laufzeit bis 2015 mit einjähriger Option. Ein Bild vom Podolski-Karnevalswagen kann sich Solbakken ja nach dem HSV-Spiel machen.

Voraussichtliche Aufstellung: Rensing - Sereno, Geromel, Jemal, Eichner - Riether, Lanig - Clemens, Jajalo, Peszko - Novakovic
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