Aachen - Der nächste Pastorensohn

Der nächste Pastorensohn

Von: pa
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Den Ball immer im Blick: Fabia
Den Ball immer im Blick: Fabian Bäcker. Foto: imago/Uwe Kraft

Aachen. Mit Pastörensöhnen aus Mönchengladbach hat Alemannia durchaus gute Erfahrungen gesammelt. Jan Schlaudraff war so einer: Borussia hatte keine Verwendung für den kapriziösen Stürmer, ließ ihn gerne ziehen.

In Aachen blühte sein Talent auf, bis er schließlich für eine Million Euro an einen reichen Klub in Bayern verkauft wurde. Vielleicht hat Erik Meijer das Erfolgsrezept im Manager-Schreibtisch gefunden, den er von Jörg Schmadtke geerbt hat.

Für Fabian Bäcker gilt dasselbe: Jung, Stürmer, Vater Karl Heinz ist evangelischer Pastor von Eimelrod im Sauerland, der Junior in Mönchengladbach ohne Zukunft. Am Montag unterschrieb der 20-Jährige einen Zweijahres-Vertrag am Tivoli. Borussia hat seine Fähigkeiten zuletzt in der Regionalliga versteckt. Bäcker schaffte in seinem ersten Bundesligaspiel gegen den VfL Bochum vor einem Jahr einen Treffer, in seinem zweiten und letzten schon keinen mehr. Die nachfolgenden Trainer berücksichtigten das Talent nicht mehr.

„Entweder hat er sich nicht genügend gezeigt, oder Borussia setzt lieber auf teure Stürmer”, sagt Meijer. Er glaubt eher an die zweite Variante. Bäcker, der zahlreiche Auswahlmannschaften durchlaufen hat, gilt als „schneller und kaltschnäuziger Mittelstürmer”, sagt der Manager, der sich mit Mittelstürmern vermutlich am besten auskennt. In Aachen könnte er statt aber auch neben Chefangreifer Benny Auer auflaufen. Auch Fortuna Düsseldorf wollte den Angreifer verpflichten.

„Wir haben ihn in den Gesprächen als cleveren jungen Mann kennen gelernt, der gut vorbereitet die richtigen Fragen gestellt hat”, sagt Meijer. Der Pastorensohn ist sehr willkommen in Aachen: „Schließlich sind wir auch sehr glaubensstark.”
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