Der „Hurrikan” tobt bis 2014 für die Borussia

Von: Heribert Förster
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Seine Fußballkunst bleibt der
Seine Fußballkunst bleibt der Borussia erhalten: Der Venezolaner Juan Arango bleibt bis 2014 in Foto: imago/Team 2

Mönchengladbach. Lucien Favre ist kein Freund großer Lobeshymnen (außer auf den jeweiligen Gegner).„Das hat er gut gemacht” oder „ja, das war gut”, sind normalerweise das höchste der Gefühle. Der Schweizer mag den schwäbischen Grundsatz „nicht geschimpft ist gelobt genug”.

Es sei denn, es geht um Juan Arango. Den preist der Trainer des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach gerne schon einmal in höchsten Tönen. „Ein Super-Linksfuß, sehr präzise, er liest das Spiel sehr gut”, sagte Favre schon, als der Venezolaner seinen auslaufenden Vertrag noch nicht um zwei Jahre verlängert hatte. „Der ist schon gut für uns.”

Und er bleibt gut für die Borussia, seit Freitag ist die Vertragsverlängerung des 31-Jährigen perfekt. „Es war kein großes Feilschen”, erklärt Sportdirektor Max Eberl, „es ging vor allem um seine sportlichen Vorstellungen”. Das große Ziel des eher introvertierten Spielmachers ist die Teilnahme an der WM-Endrunde 2014 in Brasilien.

In seiner Heimat ist Juan Arango, der 2009 für eine Ablöse von 3,6 Millionen Euro von RCD Mallorca kam, nicht nur Kapitän der Nationalmannschaft. „El Huracán del caribe” nennen sie ihn in Venezuela, „der Hurrikan der Karibik”. Und so ganz nebenbei ist der 102-fache Nationalspieler schon im Jahr 2012 mit großem Vorsprung zum besten Fußballer aller Zeiten in Venezuela gewählt worden.

Natürlich lobt auch Eberl den bisher in 79 Spielen für die Borussia neunmal erfolgreichen Edel-Techniker, ernennt ihn zu einem „der besten Mittelfeldspieler der Liga”. Wenn sein Vertrag endet, ist Arango 34 Jahre alt, doch er hat Eberl verraten: „Körperlich fühle ich mich wie 26-Jähriger”.

Eine Hymne auf den Gast

Nach dem 120-Minuten-Pokal-Marathon von Berlin ist eine gute körperliche Konstitution der Borussen gefragt, wenn zum Topspiel des Tages ab 18.30 Uhr im ausverkauften Borussia-Park Schalke 04 zu Gast ist. Ein Gegner, wie gemalt für ein favresche Hymne. „Eine Super-Mannschaft, mit vielen Qualitäten in allen Situationen.”

Ob gefährliche Flanken, schnelle Konter oder enorme Laufstärke: das Videostudium des Gegners hat den Borussen-Trainer beeindruckt. Die leichten Adduktoren-Probleme von Marco Reus werden seinen Einsatz nicht verhindern, und auch Martin Stranzl hat nach einem grippalen Infekt wieder die Einheiten am Donnerstag und Freitag mitgemacht.

Am Dienstag jährt sich der Tag, an dem der Trainer seine bislang von erstaunlichem Erfolg gekrönte Arbeit in Mönchengladbach aufgenommen hat, und vom ersten Training an ist Juan Arango einer der Schlüsselspieler in Lucien Favres System. Ein Akteur, der den Unterschied macht, machen kann. Und ein Fußballer, der auch - wie von Favre gefordert - inzwischen defensiv sehr gut mitarbeitet.

Es ist kein Wunder, dass Arangos Hintermann Filip Daems seine derzeit beste Saison im Borussia-Trikot abliefert. Der Belgier und der Venezolaner bilden eine richtig starke linke Seite. Die am Samstag mit Sicherheit mehr gefordert wird, als in vielen Partien zuvor, denn Schalkes Offensive ist mit das Beste, was die Liga zu bieten hat. Dass aber ein Duell zwischen dem Vierten und dem Dritten als richtungsweisend angesehen wird, empfindet Max Eberl nicht so. „Jedes Wochenende ist richtungsweisend.”

Voraussichtliche Aufstellung: ter Stegen - Jantsch- ke, Stranzl (Brouwers), Dante, Daems - Nordtveit, Neustädter - Herrmann, Arango - Hanke, Reus
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