Köln - Der FC reist „lädiert” zum 1. FC Nürnberg

Der FC reist „lädiert” zum 1. FC Nürnberg

Von: Roman Sobierajski
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In Köln grassiert der Karneva
In Köln grassiert der Karneval: Trainer Stale Solbakken hätte allerdings auf die eine oder andere Episode der närrischen Hochzeit gerne verzichtet. Foto: imago/Eduard Bopp

Köln. Man könnte meinen, Kölns Trainer Stale Solbakken käme eher aus „Poll, Esch, Pesch und Kalk” als aus dem norwegischen Kongsvinger - zumindest, wenn man die humorvolle Art als Maßstab nimmt, mit der der 43-Jährige auf die Eskapaden seiner Spieler reagiert. Podolskis gefrustetes und nicht-autorisiertes Interview, die Trunkenheitsfahrt von Miso Brecko, der seinen Wagen auf den KVB-Gleisen zu Schrott fuhr.

Und zuletzt gab es noch eine fast handgreifliche Auseinandersetzung zwischen Sascha Riether und Co-Trainer Bard Wiggen: „Nur, weil mich Volker Finke geholt hat und ihr ein Problem mit ihm habt, müsst ihr das nicht an mir auslassen”, warf Riether Wiggen vor, nachdem der ihn im Training laut kritisiert hatte. Zumindest zeigt der Ausraster, wie dünnhäutig die FC-Spieler geworden sind. „Wir haben uns in dieser Woche selbst in den Fuß geschossen”, kommentierte Solbakken die eher unkarnevalistischen Ereignisse gelassen. „Das war selbst für Kölner Verhältnisse eine außergewöhnliche Woche.”

Auf die Begegnung beim 1. FC Nürnberg sollen die Ausschläge - wenn überhaupt - höchstens positiven Einfluss haben, glaubt der FC-Trainer: „Viele meiner Spieler wollen auf dem Platz zeigen, dass sie gute Fußballer sind. Das ist der richtige Weg, auf diese Unruhewoche zu antworten.” Die erlebten Ablenkungen können angesichts des engen Bildes in der unteren Tabellenhälfte allerdings auch den Unterschied ausmachen: „Wir stecken mit acht, neun Mannschaften in der gleichen Situation”, meint Solbakken, „kleine Dinge sind dann große Dinge. Und große werden zu enormen. Wir müssen wieder dahin zurückkommen, dass wir die engen Spiele gewinnen.”

So ein enges Spiel erwartet der Norweger beim Team von Trainer Dieter Hecking: „Sie sind sehr gut in den Zweikämpfen und physisch stark. Aber was Nürnberg besonders auszeichnet, ist die Stärke bei den Standardsituationen.” Es gilt also, Freistöße in Strafraumnähe zu vermeiden: „Wir müssen diszipliniert in die Zweikämpfe gehen und im letzten Drittel des Platzes einfach clever sein”, fordert der 43-Jährige von seinen Spielern.

Ob es am Rosenmontag einen freien Tag zur Belohnung gibt, lässt Solbakken nach den Kindereien im Wochenverlauf offen: „Ich schaue mir erst das Spiel an und entscheide dann. Zwei, drei Spieler haben ihr Karneval-Festival für dieses Jahr ohnehin schon gehabt.” Apropos: Eine „sportliche Bestrafung” hat Miso Brecko nicht zu erwarten. Der Slowene gehört nach der abgesessenen Rot-Sperre wieder zum 18er-Kader. Auch Henrique Sereno ist rechtzeitig fit und wird wohl in die Startformation rutschen.

Lukas Podolski hat wieder mit dem Lauftraining angefangen, ob er schon zum Leverkusen-Spiel am kommenden Wochenende wieder fit sein wird, ist noch offen: „Er ist heute gelaufen wie eine Großmutter. Morgen wird er schon Mütter-Tempo schaffen, und dann müssen wir mal schauen”, meint Solbakken.

Voraussichtliche Aufstellung: Rensing - Sereno, McKenna, Geromel, Eichner - Lanig, Riether - Clemens, Jajalo, Peszko - Novakovic
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