Aachen - Der Favorit macht das Rennen bei der Alemannia

Der Favorit macht das Rennen bei der Alemannia

Von: Klaus Schmidt
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Es gibt viel zu tun - er packt
Es gibt viel zu tun - er packts an: Uwe Scherr, Alemannias neuer Manager. Foto: Reviersport

Aachen. Noch am Sonntagmittag wollte Meino Heyen nur soviel sagen: „Ich denke, dass wir am Montag ein Stück weiterkommen.” Die Suche des Aufsichtsrats-Vorsitzenden von Alemannia Aachen und seiner Mitstreiter nach einem Erben von Sport-Geschäftsführer Erik Meijer befand sich auf der Zielgeraden.

Doch „wegen noch bestehender Arbeitsverhältnisse haben wir Stillschweigen über den Stand der Gespräche vereinbart”, erklärte Heyen. Am frühen Abend legte der Verein dann doch die Vollzugsmeldung auf: Der Favorit hat das Rennen gemacht, Uwe Scherr wird neuer Sportdirektor am Tivoli und schon heute offiziell vorgestellt.

Mehr als 30 Namen standen auf der Kandidaten-Liste, laut Heyen habe man „mit zehn gesprochen”. Scherr, ehemaliger Bundesliga-Profi, Chefscout und Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) von Schalke 04, „hat mit Abstand den besten Eindruck hinterlassen. Er ist bestens vernetzt, sowohl im Senioren- als auch im Nachwuchsbereich.” Der 45-Jährige solle „die Strukturen in der Lizenzspieler-Abteilung und im NLZ neu aufbauen”.

Eine zeitnahe Entscheidung war ganz im Sinne von Ralf Aussem. „Es erleichtert die Planungen für die Dritte Liga. Es ist besser, wenn jemand da ist, der die Entscheidungen dann auch zuschnüren kann”, sagte der Cheftrainer des Zweitliga-Absteigers. Ex-Alemanne Willi Landgraf, inzwischen Trainer von Schalkes U 15, kennt Uwe Scherr aus dreijähriger Zusammenarbeit bei den „Königsblauen”. „Er ist sehr kompetent in allen Bereichen, die jetzt wichtig sind für Aachen”, sagt Landgraf. „Scherr ist ein sehr fleißiger Arbeiter. Und er hat eine gerade Linie, die er voll durchzieht.”

Schon vor der Einigung mit Scherr waren die schriftlichen Vertragsangebote an die Spieler rausgegangen, die Ralf Aussem mitnehmen möchte in die Dritte Liga - 13 an der Zahl: Thomas Stehle, Albert Streit, Aimen Demai, David Odonkor, Seyi Olajengbesi, Kevin Kratz, Alper Uludag, Manuel Junglas, Marco Stiepermann, Mario Erb, Kevin Maek, Sascha Marquet und Torhüter Tim Krumpen. Der Brief an Timo Achenbach (zum SV Sandhausen) hatte sich am Freitag erledigt. „Ich wusste, dass es eine Anfrage gab, und mir war klar, dass es sehr sehr schwer geworden wäre, Aki zu halten”, sagt Ralf Aussem.

Die Suche nach Zugängen führte den 51-Jährigen am Freitag und Samstag zu einer Regionalliga-Tour nach Mainz (gegen Verl) und Freiburg (gegen Hoffenheim II). „Da gibt es einige, die interessant wären, aber noch nichts Konkretes.” Gut gefallen würde Aussem der Wechsel von Timo Brauer an den Tivoli. „Das ist einer, der passen würde”, sagt der Trainer über den 21-jährigen Kapitän von Rot-Weiß Essen. „Er kann im defensiven Mittelfeld, aber auch als Rechtsverteidiger spielen. Die Frage ist, ob wir ihn kriegen können.”

Aachens Boss Meino Heyen gibt sich zuversichtlich. „Wir wollen jetzt schnell ein Team zusammenstellen. Der Name Alemannia hat immer noch einen guten Klang, der Spieler anzieht.” Die auch „bereit sind, auf einiges zu verzichten”.
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