Der 1. FC Köln sucht die Ruhe auf dem Land

Von: Jan Schlegelmilch
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In der Regel die Ruhe selbst: Nur selten gestikuliert Zvonimir Soldo so wild am Spielfeldrand. Foto: imago

Köln. 180 Kilometer trennen die Städte Köln und Mainz. Im Gegensatz zu rund 2000 FC-Fans hat der Mannschaftsbus des 1. FC Köln die verhältnißmäßig kurze Strecke schon Freitagmorgen hinter sich gebracht.

Trainer Zvonimir Soldo lässt vor dem Spiel beim FSV Mainz 05 nichts unversucht, um zumindest die tabellarische Distanz von acht Punkten zwischen den beiden Bundesligisten zu verringern. Der FC reiste bereits am Tag vor der Begegnung mit dem Tabellenneunten ab und suchte die ländliche Abgeschiedenheit in Wehen, um in einem Kurz-Trainingslager die nötige Konzentration für das Spiel gegen den heimstarken Aufsteiger zu finden.

„Es gibt immer die Gefahr, dass man nach zwei so starken Gegnern ein bisschen locker werden kann”, wollte Soldo nach den überraschenden Punktgewinnen in Leverkusen und München „etwas anders machen.” Denn der Trainer weiß, dass der Spielplan bis zum Saisonende fast nur noch Teams mit ähnlichen Saisonzielen wie die des FC bereit hält - den Klassenerhalt: „Jetzt kommen die wichtigen Spiele für uns.”

Drei Punkte in Mainz „wären schon ein Riesenschritt in diese Richtung”, meint Soldo, der auf die wieder gefundene Stabilität seines Kollektivs setzt: „Die Mannschaft war in den letzten zwei Spielen sehr engagiert und diszipliniert. Wenn wir so in Mainz auftreten, haben wir eine Chance.”

Möglichst keine Chance soll die Mainzer Offensivabteilung in Person von Aristide Banc - der kopfballstarke Stürmer erzielte die letzten drei Tore des FSV - bekommen. Ihn sieht Soldo bei Mohamad und Geromel jedoch gut aufgehoben: „Sie haben wieder die Kurve gekriegt und werden sich um Banc kümmern.”

Positives ist derweil aus dem Lazarett zu vermelden. Taner Yalcin, Kevin Pezzoni und Pierre Wom trainierten unter der Woche wieder mit und werden zunächst auf der Bank Platz nehmen. Personell wird der Coach seine Mannschaft im Gegensatz zum 1:1 gegen Bayern nur auf einer Position verändern: „Fabrice Ehret wird als linker Verteidiger von Anfang an spielen”, verrät Soldo. Für Ehret wechselt Miso Brecko auf die rechte Seite der Viererkette, Kevin McKenna ersetzt den gelbgesperrten Petit vor der Abwehr.

Auch Soldos überzeugende Neuentdeckung Adam Matuschyk erhält erneut das Vertrauen seines Trainers und soll dabei helfen, die tabellarische Distanz zwischen Köln und Mainz zu verringern. „Der entscheidende Punkt hier ist eine Frage der Mentalität, wie wir zu Werke gehen. Da muss alles stimmen”, hofft auch Manager Michael Meier, dass die Reise in die ländliche Abgeschiedenheit Samstagnachmittag ihre Wirkung nicht verfehlt.

Voraussichtliche Aufstellung: Mondragón - Brecko, Geromel, Mohamad, Ehret - McKenna - Maniche, Matuschyk - Novakovic, Podolski, Freis


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