Daum: Ein Auftakt zu neuer Heimstärke

Von: Wilhelm Peters
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Köln. Es ist wie eh und je: Dieses 74. Derby elektrisiert die Massen. Lange ist das Duell zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach restlos ausverkauft.

„Eine ganze Region freut sich auf diesen Klassiker mit seiner unglaublich langen und bewegenden Tradition”, geriet FC-Coach Christoph Daum am Tag vor der Partie fast ins Schwärmen.

Daum erklärte seinen Mittelfeldstrategen Petit (Oberschenkelverletzung) und den Franzosen Fabrice Ehret (Angina) für genesen und kündigte an: „Aus heutiger Sicht plane ich mit der Mannschaft der Vorwoche.” Mit jenem „Verliererteam” also, das Schalke 0:1 unterlegen war.

Dennoch scheint denkbar, dass es heute anders ist. Jungstar Daniel Brosinski, der nach seinem furiosen Auftritt in Bayern leicht schwächelte, könnte durch Publikumsliebling Wilfried Sanou ersetzt werden. Daum jedenfalls lobte dessen Trainingsleistung, was den Spieler hoffen lässt.

Derek Boateng wäre auch ein Kandidat für das Problemfeld rechte Seite, der als Alternative für Ehret gilt, falls der Franzose doch noch nicht bei Kräften sein sollte. So wirklich ließ sich Daum da nicht in die Karten schauen.

Auch auf den Gegner, der als Vorletzter momentan zehn Punkte schlechter gestellt ist als der FC, mochte Daum gut 24 Stunden vor dem Anpfiff nicht näher eingehen. Ein spitzbübisches Lächeln stand ihm ins Gesicht geschrieben, als er eine Frage zu Gladbachs 4:1 gegen den HSV beantwortete ohne sie zu beantworten: „Ja, ich habe mich tagelang mit unserem 0:1 auf Schalke beschäftigt. Mir ist wichtig, meine Mannschaft weiterzubringen. Um sie, um meine Mannschaft geht es. Genau wie Mönchengladbach können auch uns nur Siege weiterhelfen.”

Und dass Kollege Hans Meyer Köln die Favoritenrolle zugesprochen hatte, „das weiß ich einzuordnen”, schmunzelte Daum erneut, was ihm schließlich ein drittes Mal gelang. Diesmal auf Markus Marin angesprochen, ob auf ihn besonderes Augenmerk gelegt werde: „Was ist, wenn ich das mache, und dann schlägt zum Beispiel ein Alexander Baumjohann zu? Nein, nein, diese Spielchen mache ich nicht mit.”

Ein Auftakt soll die Partie werden, wie der Trainer es nannte: „Ein Auftakt, um endlich mal mit unserer Heimstärke zu beginnen. Das würde mich freuen.” Wie das gehen soll? „Mit Druck, Leidenschaft, Begeisterung. Taten auf dem Platz interessieren, sonst nichts, mich interessieren nur drei Punkte und der Derby-Sieg.”
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