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„Das ist eine Person, die dem Klub schaden will”

Von: Bernd Schneiders
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„Ganz klar, da will uns jemand schaden.” Borussias Sportdirektor Max Eberl zur „Brief-Affäre”. Foto: imago/Team 2

Mönchengladbach. Die sportliche Situation ist schon schwierig genug für Borussia Mönchengladbach. Die für den verzweifelten Kampf des Tabellenletzten um den Klassenerhalt benötigte Ruhe, kehrt dennoch nicht ein.

Die Bildzeitung berichtete unter der Überschrift „Aufstand gegen Hans Meyer” von einem Beschwerde-Brief der Mannschaft, der Präsident Königs im Trainingslager überreicht worden war.

Die Sache an sich wurde sowohl vom jetzigen Kapitän Filip Daems als auch vom Klub bestätigt. Inhalt: Man sei nicht mit der Art und Weise einverstanden, wie die Ausgemusterten behandelt worden wären. Zudem wehrten sich die/der Verfasser des Briefes gegen die Entlassung des Physiotherapeuten Michael Risse.

Unterschrieben hat den Brief niemand namentlich, als Adressat taucht „die Mannschaft” auf. Übergeben wurde das Schreiben vom damaligen Kapitän Oliver Neuville, ein Kumpel von Risse.

Der Name Hans Meyer taucht in dem Schreiben, dessen Inhalt der Redaktion bekannt ist, nicht auf. Der Begriff Trainer taucht nur einmal auf: Der/die Verfasser geben zu, dass in bestimmten Situationen sich „ein” Trainer von Spielern trennen müsste.

Für Sportdirektor Max Eberl, der im Trainingslager sofort mit der Mannschaft gesprochen und sie über die Hintergründe der beiden Sachverhalte aufgeklärt hat, deshalb ein klarer Fall, was hinter dieser verspäteten Veröffentlichung steckt: „Es ist eine Person, die nichts anderes als dem Klub schaden will.”

Das Thema sei schon lange abgehakt, und es stelle sich nach und nach heraus, dass immer mehr Spieler den Brief überhaupt nicht gekannt haben.

Die kritisierte Art und Weise wurde daran festgemacht, dass die Ausgemusterten ihre Spinde räumen und auf einem Nebenplatz trainieren mussten. „Sie haben mit der U23 trainieren können, sind von unseren Physios behandelt worden, haben alles bekommen, was Profis haben müssen”, sagt Eberl. „Ein Stück weit kann ich die Solidarität verstehen. Aber es gibt immer Härtefälle. Schließlich geht es um den Erfolg des Klubs, nicht um Einzelschicksale.”

Die Gründe für die Trennung vom Physiotherapeuten habe Hans Meyer Vize-Kapitän Patrick Paauwe als Vertreter der Mannschaft zum Trainingsauftakt (3. Januar) erläutert. Im vage mit „im Januar” datierten Brief werden diese Begründungen eingefordert.
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