Mönchengladbach - Colauttis Tor-Premiere macht Gladbach Mut

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Colauttis Tor-Premiere macht Gladbach Mut

Von: Morten Ritter, dpa
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Nach der langersehnten Tor-Premiere von Roberto Colautti und dem schier unglaublichen Jubel der Fans ist der Klassenverbleib für Borussia Mönchengladbach wieder in greifbare Nähe gerückt.

Mönchengladbach. Nach der langersehnten Tor-Premiere von Roberto Colautti und dem schier unglaublichen Jubel der Fans ist der Klassenverbleib für Borussia Mönchengladbach wieder in greifbare Nähe gerückt.

„Es ist so wichtig, dass wir nun mit einem Sieg im Rücken zum Spiel bei Energie Cottbus antreten. Dort können wir dann einen richtigen Befreiungsschlag landen”, sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl nach dem in der Schlussminute gesicherten 1:0 (0:0)-Erfolg über den FC Schalke 04. „Wenn man sieht, was hier heute im Stadion los war, das hatten wir lange nicht mehr, Ich hoffe, dass das einen Schub gibt”, meinte Kapitän Filip Daems nach dem Ende der sieglosen Serie von sechs Spielen.

Umjubelter Borussen-Profi war natürlich Mittelstürmer Colautti. Der Argentinier mit israelischem Pass, der in jungen Jahren für den Maradona-Club Boca Juniors auf Torejagd gegangen war, blieb zuvor in 20 Spielen ohne Treffer und war von Trainer Hans Meyer als Ersatz für den verletzten Rob Friend schon ausgemustert worden. „Niemand mehr als ihm habe ich das gegönnt. Er ist ein ganz sauberer Profi”, sagte der Gladbacher Trainer, dessen Team nach 163 Tagen im Tabellenkeller wieder einen Nicht-Abstiegsplatz erreichte.

Der eingewechselte Colautti selbst konnte sein Glück kaum fassen: „So ein Gefühl ist kaum zu beschreiben, überwältigend, das muss man einfach erlebt haben. Ich hatte eine schwere Zeit und habe lange auf das Tor gewartet”, erklärte der israelische Nationalspieler, der in einen Konter nach Vorarbeit des ebenfalls eingewechselten Oliver Neuville sicher verwandelte (90. Minute). „Imposant wie eiskalt er den Ball einschiebt. Das ist schon Qualität”, befand Eberl.

Trainer Meyer war sichtlich erleichtert nach dem wichtigen Erfolg, zumal sein Youngster Marko Marin per Foulelfmeter an Schalke-Keeper Manuel Neuer gescheitert war (23.) und so eine frühe und beruhigende Führung vergeben hatte. Mit dem besseren Torverhältnis rangiert die Borussia nun punktgleich vor den Konkurrenten Arminia Bielefeld und Cottbus auf Rang 15. „Das ist eine Situation, in der ich bei dieser Weltwirtschaftskrise kein eigenes Geld setzen würde”, meinte der Gladbacher Trainer und fügte augenzwinkernd hinzu: „Wer auf Mönchengladbach setzt, macht es auf jeden Fall richtig.”

Die Schalker hingegen haben sich mit ihrer 500. Niederlage in der Bundesliga-Geschichte wohl auch um die letzte Chance gebracht, dem neuen Coach Felix Magath für kommende Saison einen internationalen Startplatz zu sichern. „Der Zug ist wohl abgefahren”, befand Torhüter Neuer. „Das Ergebnis ist eine riesige Enttäuschung. Jetzt haben wir es nicht mehr in der Hand”, meinte Kevin Kuranyi. Zudem ist der Zauber des Interims-Trainertrios nach zwei Niederlagen nacheinander verflogen. Doch Daueroptimist Mike Büskens hofft drei Spieltage vor Saisonschluss weiter: „Es gibt noch eine kleine Restchance.”
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